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Riesen-Zoff im VeedelKölner Drogen-Plan: Hunderte stürmen Versammlung

Das erste Kölner Suchthilfezentrum (SHZ) soll auf einer Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen. Dort befinde sich eine kleine Wiese zwischen den beiden Straßen.

Das erste Kölner Suchthilfezentrum (SHZ) soll auf einer Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen. Dort befinde sich eine kleine Wiese zwischen den beiden Straßen.

Mega-Aufruhr im Pantaleonsviertel! Die Stimmung kocht über.

Nach langer Suche hatte die Stadt Köln im Dezember 2025 den Standort für ein neues Suchthilfezentrum bekanntgegeben.

Das SHZ soll auf einer Grünfläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße entstehen. Der Stadtrat soll über diese Pläne in seiner Sitzung am 5. Februar 2026 entscheiden.

Drogenkonsumraum im Pantaleonsviertel sorgt für Zoff

Die Anwohner und Anwohnerinnen sind auf dem Baum. Im Berufskolleg am Perlengraben fand am Montagabend (12. Januar) eine Informationsveranstaltung statt.

Die Aula war um 19.30 Uhr aber rappelvoll. Der Einlass wurde bei 400 Personen gestoppt, während 100 bis 200 andere abgewiesen werden mussten.

Andreas Zittlau, der Chef der IG Pantaleonsviertel, war überwältigt: „Dieser Andrang ist beeindruckend. Einen größeren Raum haben wir auf die Schnelle nicht bekommen. Es ist toll, dass sich die Leute so engagieren.“ Das berichtet „t-online“.

Die Verwaltung unter OB Torsten Burmester (SPD) will auf der Grünfläche einen Drogenkonsumraum errichten. Dagegen formiert sich heftiger Widerstand.

Die Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße aus einer anderen Perspektive

Die Fläche am Perlengraben/Wilhelm-Hoßdorf-Straße aus einer anderen Perspektive

Simone-Chantal Büttgenbach aus dem Vorstand der Interessengemeinschaft fand deutliche Worte: „Diese Fläche, wo dieser Drogenkonsum hin soll, war ein Spielplatz, auch wenn dort gerade keine Geräte stehen. Dieser Platz gehört den Kindern – und nicht den Menschen, die sicherlich auch unsere Hilfe brauchen.“

Die Ängste im Veedel sind gewaltig. Nur 100 Meter vom vorgesehenen Standort entfernt liegen ein öffentlicher Spielplatz sowie mindestens fünf Kitas. Die nahegelegene Haltestelle Severinstraße ist obendrein ein zentraler Punkt auf dem Schulweg für Kinder aus einer Förderschule und zwei Gymnasien. Der Protest hat rasant an Fahrt aufgenommen: Bis Mitte Januar unterzeichneten bereits circa 5000 Menschen eine Petition gegen das SHZ.

Die Stadtverwaltung macht unterdessen mächtig Druck. Noch in diesem Jahr soll das Zentrum seinen Betrieb aufnehmen, eventuell in einer Modul- oder Container-Konstruktion.

So will man die Drogenszene am Neumarkt, die wegen des steigenden Crack-Konsums immer schlimmer wird, in den Griff bekommen.

Suchthilfezentrum: OB Torsten Burmester rechtfertigt das Vorhaben

OB Torsten Burmester rechtfertigt das Vorhaben bereits im Dezember 2025: „Mit diesem Suchthilfezentrum können wir suchtkranken Menschen noch besser helfen. Gleichzeitig verfolgen wir damit das Ziel, den öffentlichen Raum rund um den Neumarkt endlich zu entlasten.“

Die aktuelle Situation sei für niemanden hinnehmbar – weder für die Suchtkranken noch für die Anwohnenden und Passanten. „Mit dem neuen Angebot machen wir einen wichtigen Schritt in der Hilfe für Schwerstsuchtkranke und tragen zum anderen dem berechtigten Wunsch der Kölnerinnen und Kölner nach mehr Sicherheit und Sauberkeit Rechnung.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.