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Streitobjekt „Gotland“ Entscheidung um Zoff-Holzhaus im Kölner Volksgarten gefallen

Das denkmalgeschützte Gebäude im Kölner Volksgarten wird zum Streitobjekt.

Die Initiatoren sind gegen einen Abriss des „Gotland“ im Volksgarten.

Was wird aus dem Schwedenhaus im Volksgarten? Am Donnerstagnachmittag (27. Januar) fällte die Bezirksvertretung eine Entscheidung.

Schon länger steht hinter der Zukunft der Einrichtung ein Fragezeichen. Das „Schwedenhaus“ im Volksgarten in der Südstadt wurde der Stadt Köln nach dem Zweiten Weltkrieg vom schwedischen Roten Kreuz geschenkt, um Kinder vor Ort zu unterstützen. Dies wurde bis Juli 2021 durch die „Kita Gotland“ umgesetzt, ehe sie wegen Sanierungsbedarf geschlossen wurde.

Die Stadt plant, das Gebäude an der Vorgebirgstraße abzureißen. Denn dessen Sanierung sei mit geschätzten Kosten im Höhe von etwa 500.000 Euro schlicht zu teuer, eine Erweiterung oder Umnutzung des Gebäudes aus baurechtlicher und landschaftsschutzrechtlicher Sicht nicht möglich. Doch nun gibt es eine neue Wendung in der Sache.

Bezirksbürgermeister Hupke: Ein Zeichen der Humanität

Denn: In ihrer Sitzung am Donnerstagnachmittag schob die Bezirksvertretung Innenstadt dem Abrissplan doch noch einen Riegel vor.

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„Die Vernachlässigung des Gebäudes durch die Stadt Köln und die daraus resultierende Gefährdung dieses historischen Ortes ist so nicht hinnehmbar und ein Erhalt des Gebäudes und eine Weiternutzung für ge-
meinnützige Zwecke, vorzugsweise Nutzung als Kindertagesstätte, sind unbedingt zu realisieren“, hatten die Gegner des Plans in ihrem Antrag zuvor formuliert.

Unterstützt wurde dieser von Dr. Juliane Kronen, der Honorarkonsulin des Königreichs Schweden für NRW, die eine emotionale Rede hielt: „Schweden hatte damals ganz früh die Hand gereicht, als Hilfe an Witwen und Waisen. Es gibt nur noch wenige von diesen schwedischen Holzhäusern in Europa, die gespendet wurden. Es gilt, ein historisches Erbe zu bewahren.“

Andreas Hupke (Grüne), Bezirksbürgermeister Innenstadt, im November 2020 in Köln

Bezirksbürgermeister Andreas Hupke

Ergebnis: Die Bezirksvertretung lehnte den Vorschlag der Verwaltung ab, das Gebäude Gotland niederzulegen und beauftragte stattdessen, den geplanten Spielplatz an anderer Stelle in unmittelbarer Nähe zu errichten. Außerdem solle nun geprüft werden, ob das Gebäude in die Denkmalschutzliste aufgenommen werden könne.

Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) erleichtert: „Gotland ist nicht nur ein einfaches Holzhaus, sondern ein Symbol für die Solidarität des Landes Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Zeichen von Humanität an die Menschen in Köln.“

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