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„Jetzt ist es zu viel“ Menschen in Deutz haben genug vom Kirmes-Chaos – Brandbrief an die Stadt

Die Kirmes in Deutz gerät immer weiter aus den Fugen. Nun haben sich Anwohner und Anwohnerinnen mit einem verzweifelten Brandbrief an die Stadt gewendet.

Eigentlich sollte die Deutzer Kirmes ein Symbol für die zurückgewonnene Freiheit nach dem Wegfall der weitgreifenden Corona-Maßnahmen werden. Ein Volksfest, mit Fahrgeschäften, bunten Farben und Zuckerwatte. Doch der Rummel am Deutzer Rheinufer entwickelt sich immer mehr zum Brennpunkt.

Am Mittwoch (20. April 2022) musste die Kirmes vorzeitig geräumt werden – es war viel zu voll, es kam zu vielen Polizeieinsätzen und eine Beamtin wurde sogar verletzt. Der zweite Familientag am nächsten Mittwoch wurde von den Veranstaltern und Veranstalterinnen bereits abgesagt, um einen weiteren Massenauflauf zu verhindern.

Nun haben sich auch die Anwohner und Anwohnerinnen rund um das Gelände in Deutz zu Wort gemeldet – und in einem Brandbrief mit der Kirmes abgerechnet.

Deutzer Kirmes für Anwohner und Anwohnerinnen „unerträglich“

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Die Bürgerinitiative Deutzer Werft habe seit Start des Rummels unzählige Beschwerdebriefe von entnervten und entsetzten Anwohnern und Anwohnerinnen erhalten. Nun reagiert der Bürgerverein und setzt sich als Sprachrohr für die verzweifelten Menschen auf der „Schäl Sick“ sein.

„Die Zustände und Vorgänge um die diesjährige Frühjahrskirmes übersteigen das, was wir uns jemals haben vorstellen können“, heißt es am Anfang des Briefes. Die Kirmes sei scheinbar nur noch am Rande eine entspannende Veranstaltung für Familien. Vielmehr sei sie zu einem Hotspot von Jugendlichen geworden, von denen ein erheblicher Teil Krawall suche.

Viel Polizeipräsenz im Gebiet der Deutzer Kirmes.

Die Kölner Polizei hat um das Kirmesgelände herum alle Hände voll zu tun.

„Anders als auf der Zülpicher Straße und dem Brüsseler Platz bestimmt hier nicht ein übermäßiger Alkoholkonsum die Atmosphäre, sondern eine latente Aggressivität, gepaart mit Rücksichts- und Respektlosigkeit. Dass Autoposer das Ganze auch noch zur Selbstdarstellung nutzen und dabei zusätzlich Lärm entfachen, rundet den Eindruck, dass die Kirmes nicht im Vordergrund steht, ab. Für die Bewohner der Siegburger Straße, aber auch der Nebenstraßen, ist die gesamte Situation seit Beginn der Kirmes unerträglich“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Deutzer Kirmes: Lange Beschwerde-Liste

Zu der langen Liste der Beschwerden gehören unter anderem das Geschrei und Pöbeleien durch aggressive Jugendliche, Dauerstaus in beiden Richtungen der Siegburger Straße, Verschmutzung aller Grünanlagen sowie von Straßen und Gehwegen durch Essensreste, Verpackungen und Trinkbecher, Kot, Urin oder Erbrochenem oder das viel thematisierte Parkplatz-Chaos rund um das Kirmes-Gelände.

Bislang habe die Bürgerinitiative im Rahmen des von Ordnungsamt und Polizei eingerichteten Runden Tisches konstruktiv mitgewirkt, um die Beeinträchtigungen der Bewohner und Bewohnerinnen durch die Kirmesveranstaltung in Grenzen zu halten. Nun kommt aber die klare Ansage: „Jetzt aber ist es zu viel!“ In einem tonal-ähnlich lautenden Brief habe man sich auch an die Fraktion des Stadtrates und der Bezirksvertretung gewandt.

Das Fazit: Es wird eindringlich darum gebeten, die Kirmes künftig an Orten stattfinden zu lassen, wo derartige Exzesse nicht zu befürchten sind und wo den Anwohnern und Anwohnerinnen über Wochen Lärm, Abgase und Dreck zugemutet werden muss. Rums! Die Menschen in Deutz haben genug.

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