Gewalt in Köln: Minister Reul äußert sich ratlos.
Bomben, Schüsse, BrändeMinister Reul zur Gewalt-Serie: Polizei prüft Mafia-Verbindung

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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) informiert den Landtag über den aktuellen Stand der Ermittlungen. (Archivbild)
Eine Welle der Gewalt mit Explosionen und Brandstiftungen beunruhigt Köln in den letzten Wochen. Hängen diese Taten zusammen? Bislang ist das völlig offen.
Im Düsseldorfer Landtag hat sich nun NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zur Situation geäußert. Er gab zu bedenken, dass in einer Millionenstadt wie Köln, wo 2025 etwa 140.000 Straftaten gezählt wurden, „auch ganz verschiedene Sachverhalte in kurzer Zeit einmal ballen können“.
Minister: Verbindung zur organisierten Kriminalität „reine Spekulation“
Die Frage, die viele in Köln beschäftigt: Steckt die organisierte Kriminalität dahinter? Eine solche Verbindung ist laut Reul derzeit „reine Spekulation“. Seine fast schon ratlose Einschätzung dazu: „Das kann sein, das kann nicht sein, das kann zum Teil sein.“
Die Taten der vergangenen Wochen sind heftig: Eine Eisdiele wurde gleich zweimal Ziel eines Brandanschlags. In der Kölner Innenstadt explodierte zu Wochenbeginn ein vermutlich selbstgebauter Sprengsatz an einem Mehrfamilienhaus. Nur eine Nacht später wurde auf ein Wohnhaus in einem anderen Veedel geschossen.
21-köpfige Ermittlungsgruppe übernimmt
Laut dem Justizministerium von NRW waren bei der Staatsanwaltschaft Köln zwischen dem 31. Mai und dem 8. Juni sechs Ermittlungen anhängig. Ein zusätzlicher Vorgang der Polizei ist dort noch nicht eingegangen. Dazu kommt eine Tat, die sich erst am vergangenen Mittwoch (10. Juni 2026) in Köln-Rodenkirchen zugetragen hat.
Immerhin gibt es erste Fortschritte: Die Kriminalpolizei in Köln hat bereits mehrere verdächtige Personen ausfindig gemacht und identifiziert. Einer von ihnen sollte noch am Donnerstag (11. Juni 2026) einem Richter zur Haftprüfung vorgestellt werden.
Um die Ermittlungen zu konzentrieren, wurden jetzt alle Verfahren an die Kriminalinspektion für organisierte Kriminalität weitergeleitet. Dort wird eine Ermittlungsgruppe mit 21 fachübergreifenden Mitgliedern ins Leben gerufen, die sich aus Fachleuten für die Bereiche organisierte Kriminalität, Staatsschutz sowie Finanz- und Cyberkriminalität zusammensetzt. (dpa/red)
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