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Regelmäßig im Rheinland gesichtetFeldjäger-Kolonne in Köln: Was hat es damit auf sich?

Feldjäger-Kolonne auf der Rheinuferstraße in Köln.

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Feldjäger-Kolonne auf der Rheinuferstraße in Köln: Regelmäßig sind solche Eskortefahrten im Rheinland zu sehen.

Wer die Feldjäger- Kolonnen im Rheinland sieht, denkt an wichtige VIP-Einsätze. Doch dahinter steckt knallhartes Training. Was hat es mit den Eskorten auf sich? 

Die Motorradkolonnen der Feldjäger sorgen im Rheinland immer wieder für großes Staunen: schwarze Limousinen, eskortiert von Soldaten auf BMW-Maschinen, die mit militärischer Präzision die Straßen rund um Bonn und Köln entlangrollen.

Doch was hat es mit diesen Kolonnen auf sich? Was machen die da eigentlich? EXPRESS wollte es genauer wissen und hat beim Landeskommando Nordrhein-Westfalen nachgefragt.

Feldjäger-Kolonne im Rheinland: Profis im Training

Am Mittwoch (22. April) rauschte wieder so eine Kolonne über die Kölner Rheinuferstraße: Drei schwarze Audi-A6-Limousinen werden begleitet von sechs Motorrädern, allesamt sind mit Blaulicht unterwegs und tragen das Y-Kennzeichen für Bundeswehrfahrzeuge. Auf den Wagen steht „Feldjäger“. Doch wer ist in den dicken Autos unterwegs? Promis? Politiker?

Nein, da sind die Profis im Training zu sehen. Ein Sprecher des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen erklärt unserer Redaktion, worum es bei diesen Kolonnen geht: Es sind Fahrübungen für die Feldjäger. Die schwarzen Limousinen sind keine Autos hochrangiger Staatsgäste oder Politiker, sondern Übungsfahrzeuge – sie simulieren die späteren „echten“ Limousinen für den protokollarischen Dienst. Den Einsatz in der sogenannten „Ehreneskorte“.

Eine Kolonne der Feldjäger, hier beim Staatsbesuch des Generalstabschef der israelischen Armee: Im Hintergrund ist die Keilformation zu sehen, die dem Staatsgast voraus fährt.

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Eine Kolonne der Feldjäger, hier beim Staatsbesuch des Generalstabschefs der israelischen Armee in Berlin: Im Hintergrund ist die Keilformation zu sehen, die dem Staatsgast vorausfährt.

Das 2. Feldjägerregiment der Bundeswehr hat seine Dienststelle auf der Hardthöhe, dem Sitz des Bundesministeriums für Verteidigung in Bonn. Die Feldjäger, die diese Kolonnen fahren, sind Unteroffiziere und spezialisierte Motorradfahrer – also echte Profis auf ihren Maschinen.

Ihre Anforderungen sind extrem hoch. Die Eskortfahrer müssen millimetergenau die Abstände einhalten und auf die Sekunde pünktlich sein, auch im Stress. Sie durchlaufen eine intensive Ausbildung, in der sie bereits zig Kilometer mit ihren Maschinen zurücklegen müssen – nur um sich an die künftigen Aufgaben zu gewöhnen. Und wer an der Spitze der Eskorte fahren will, der muss sich zusätzlich ausbilden lassen.

Feldjäger mit Spezialfähigkeiten: Ekorte auf Motorrädern

Die Ausbildung hat es in sich – aus gutem Grund: Denn die Feldjäger – die Militärpolizei der Bundeswehr – sind auch für Motorradeskorten für Staatsgäste und Politiker verantwortlich. Wenn hochrangiger Besuch auf Einladung des Verteidigungsministeriums kommt, sind sie es, die ihn mit den Maschinen von A nach B zu den Terminen und wieder zurück begleiten. Sie sind für den reibungslosen Ablauf zuständig, aber auch für den Schutz des Gastes.

Sie bewegen sich auf engstem Abstand, und das im öffentlichen Straßenverkehr. Den Verkehr regeln dürfen sie nicht – das darf nur eine Polizeieskorte. Doch sie warnen die anderen Verkehrsteilnehmer mit ihrem Blaulicht, um sich freie Bahn zu verschaffen.

Die regelmäßigen Übungen in und um Bonn und Köln schließen das Fahren von scharfen Kurven ein, Schlangenlinienfahren und die Formationsfahrten. Fahrsicherheitstrainings gehören ebenso zum Programm. Die Feldjägertruppe verfügt insgesamt über 148 Motorräder vom Typ BMW R 1200 RT, in einem speziellen Bundeswehrmodell – ausgestattet mit Signalanlage, Funk und ABS.

Bei den Eskortefahrten kommen neben den Maschinen dann weitere Fahrzeuge zum Einsatz: Der Staatsgast wird dann in der Regel von einem Keil aus Motorrädern begleitet. Je nach Dienststellung des Gastes waren dann zwischen drei und sieben Maschinen voraus. Der Eskortenformation voraus fährt ein sogenanntes Lotsenfahrzeug, hinter der Formation kann sich ein weiterer Motorradfahrer befinden – als Ersatz, falls jemand in der Formation ausfallen sollte. Das letzte Auto bei der Ehreneskorte ist das „Einsatz-Kfz“. Von hier aus wird die Eskorte geleitet. Wer solch eine große und lange Kolonne im Einsatz sieht, der sollte besser Platz machen. (mg)

„Asbestfasern!“ – dieses Warnschild hing auf der Krankenstation 4A/4B im Bettenhaus in Köln-Merheim.
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