Böhmermann-Team will Kölner Colonius live im TV sprengen
Böhmermann sprengt ColoniusNeue ZDF-Satire-Show nimmt sich den Kölner Fernsehturm vor

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Autor Chris Sommer in seiner Rolle als Reporter Peter-Stefan Thomas - Das «ZDF Magazin vor Ort: Die Colonius-Sprengung» kommt am Freitag. (Handoutbild)
ZDF plant Live-Explosion: Böhmermanns Mitstreiter will Kölner Giganten sprengen – was steckt dahinter? Ein Kölner Koloss soll live im Fernsehen explodieren? Keine Sorge, der Dom bleibt stehen. Aber ein anderes bekanntes Bauwerk könnte es erwischen, jedenfalls im satirischen Kosmos des Jan Böhmermann.
Die Rede ist vom Fernmeldeturm „Colonius“. Das Kölner Bauwerk steht im Fokus einer neuen Folge der Sendung „ZDF Magazin vor Ort“ (29. Mai, 23.00 Uhr) und wird Teil einer verrückten Live-Berichterstattung. Diese Show ist ein Spinoff aus Böhmermanns TV-Welt und in der Mediathek bereits ab 20.00 Uhr verfügbar.
„Die Colonius-Sprengung“: Satire-Aktion zielt auf Kölner Fernsehturm
Der Titel der frischen Episode lautet „ZDF Magazin vor Ort: Die Colonius-Sprengung“ und thematisiert den Riesen mit seinen 266 Metern Höhe. Es ist ein Gebäude, dem in der Domstadt kaum Zuneigung entgegengebracht wird. Schon seit Ewigkeiten ist die Beton-Konstruktion für Besucher nicht mehr zugänglich – für viele Menschen in Köln ein echtes Mysterium.
Für den Moderator Chris Sommer, den viele durch den Podcast „Drinnies“ kennen, ist das eine Steilvorlage. Er vergleicht den Turm mit einem Elefanten im Raum – gigantisch, doch keiner redet darüber. „Man fährt ständig daran vorbei, aber eigentlich weiß keiner so genau, was mit diesem Turm überhaupt los ist“, erklärt Sommer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Man weiß nur: Das Ding steht da und hat irgendwas mit Fernsehen und Signalen zu tun.“
Peter-Stefan Thomas: Die Reporter-Karikatur moderiert die Explosion
Der in der Schweiz geborene Künstler gehört seit Langem zur kreativen Szene in Köln und ist vielen Zuschauern aus Böhmermanns Flaggschiff-Sendung „ZDF Magazin Royale“ ein Begriff. In der Show verkörpert er den überpeniblen Berichterstatter namens Peter-Stefan Thomas – und exakt dieser Charakter wird die fiktive „Colonius“-Sprengung begleiten.
Sommers Begeisterung für derartige Live-Berichte ist authentisch. „Wenn irgendwo eine Autobahnbrücke gesprengt wird, bin ich sofort dabei“, gesteht er. Die Inszenierung solcher Ereignisse fasziniere ihn. „Eigentlich warten alle nur darauf, dass es einmal kurz ‚Bumm‘ macht – und trotzdem wird vorher mit Anwohnern gesprochen, der Sprengradius erklärt und eine enorme Spannung erzeugt.“ Exakt hierin liege schon das Witzige.
Angst vor Massenpanik? „Die Kölner können einiges ab“
Aber was passiert, falls manche die Satire ernst nehmen? Sommer macht sich keine Gedanken, dass am Freitagabend beim Sender ZDF besorgte Menschen aus Köln durchklingeln werden. Er meint: „Ich glaube, die sind durch den Karneval jedes Jahr so viel gewohnt, dass sie eine angebliche Sprengung des ‚Colonius‘ nicht mehr aus der Ruhe bringt“, sagt er.
Und dann der Knaller, der einen staunen lässt. Sommer setzt noch einen drauf: Weil in der Stadt quasi wöchentlich eine Bombenräumung stattfindet, sei es beinahe schon normal, wenn in der Domstadt mal was hochgeht.
Zum Abschluss singt Musiker Wolfgang Niedecken
Er findet die Baukunst in Köln zwar „eher unschön“, doch die Leute in der Metropole mag er sehr. „Als etwas verklemmter Schweizer bin ich hier mit offenen Armen empfangen worden“, so Sommer. Er persönlich war übrigens noch nie oben auf dem „Colonius“. Im Gegensatz zu einem anderen Prominenten, der bei der Sendung einen speziellen Part übernimmt: Wolfgang Niedecken. Er wird ein letztes Lied für den Fernsehturm anstimmen. (dpa/red)
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