+++ EILMELDUNG +++ Zoff um Außengastronomie Stadt knickt ein – so geht's am Brüsseler Platz weiter

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Zoff um AußengastronomieStadt knickt ein – so geht's am Brüsseler Platz weiter

Die Bar Rosa am Brüsseler Platz.

Copyright: Arton Krasniqi

Auch die Bar Rosa darf am Brüsseler Platz nun die Außengastronomie bis 24 Uhr geöffnet lassen.

Aktualisiert:

Der Streit um die Außengastronomie am Brüsseler Platz erfährt die nächste Wendung.

Wer abends am Brüsseler Platz einkehrt, für den endete der Spaß in der Außengastronomie zuletzt relativ früh wieder. Die Stadt Köln hatte allen Gastronomien auf Basis eines Lärmgutachtens eine Genehmigung für die Außengastronomie nur bis 22 Uhr ausgestellt.

Seit mehr als 15 Jahren tobt ein Streit um die nächtliche Lautstärke am Brüsseler Platz zwischen Anwohnenden, Gastronomen und Nachtschwärmern. Die Stadt sucht immer wieder nach neuen Lösungen.

Verwaltungsgericht gab Eilantrag vom Hallmackenreuther statt

Das Hallmackenreuther hatte sich gegen die von der Stadt festgelegte Sperrstunde von 22 Uhr gewehrt und schon im Mai in einem Hängebeschluss vom Verwaltungsgericht Zuspruch erhalten. Im Juli gab das Kölner Verwaltungsgericht dem Eilantrag des Wirtes statt.

Die im Mai eröffnete Bar Rosa, wo selbst OB Torsten Burmester zum Fassanstich war, hatte sich ebenfalls mit der Interessengemeinschaft Kölner Gastro gegen die Auflage gewehrt.

Jetzt die Rückwärtsrolle! Am Donnerstag (6. August 2026) kam die Bescheinigung durch die Stadt Köln, dass sie gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts keine Beschwerde einlegen wird. Heißt: Die erlaubten Außengastronomien dürfen ab sofort bis 24 Uhr öffnen. Auf dem Brüsseler Platz werden auf öffentlichen Flächen Außengastronomiebetriebe mit insgesamt rund 700 Plätzen betrieben.

„Wir freuen uns riesig über die Nachricht. Natürlich machen wir das mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein. Wir werden einen sogenannten ‚Silencer‘ an die Tür stellen, der aufpasst, dass die Leute sich nach 22 Uhr draußen ruhig verhalten“, sagt Betreiber Wilke Stroman zu EXPRESS.de.

Wilke Stroman in der Bar Rosa am Brüsseler Platz.

Copyright: Arton Krasniqi

Unternehmer Wilke Stroman ist der Betreiber der Bar Rosa am Brüsseler Platz.

Das Gericht hält die Lärmschutzgutachten, die als Begründung dienten, für teilweise fehlerhaft. „Aus den Messungen ergibt sich u. a. (weiterhin) nicht, dass die festgestellten Grenzwertüberschreitungen der Außengastronomie zuzuordnen sind“, hieß es seitens der Richter.

Auch Nachbesserungsversuche zum Gutachten während des laufenden Verfahrens seien „zum Teil fehlerhaft“ gewesen. „Insbesondere geht aus den Gutachten nicht hervor, dass die Verkürzung der Öffnungszeit auf 22 Uhr alternativlos ist“, heißt es in der Begründung weiter.

Peter Wackel spricht bei der Pressekonferenz.
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