Die Kölner WM-Stimmung ist noch ausbaufähig – zumindest auf den Ringen.
„Ist alles so aufgeblasen“WM-Stimmung in Köln – ziemlich tote Hose

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Es ist kurz vor 19 Uhr, kurz vor dem Anpfiff der ersten WM-Partie für das DFB-Team von Trainer Julian Nagelsmann. Gegner: der vermeintliche Underdog Curacao.
EXPRESS.de war am Sonntagabend auf den Kölner Ringen unterwegs. Von WM-Begeisterung war hier erstmal wenig zu spüren.
Rudelgucken in Köln: Auf den Ringen war eher Flaute
Als Felix Nmecha in der 6. Minute zur 1:0-Führung traf, erwartete man den großen Jubel. Doch der fiel eher spärlich aus. Kurzer Aufschrei, dann hupten zwei (!) Autos auf den Ringen – immerhin mehrmals.
Wer am Abend auf den Ringen nach Fußball-Stimmung gesucht hat, musste lange suchen. Nur wenige Lokale hatten ein Rudelgucken organisiert, andere wirkten wie leergefegt.
Von der WM-Euphorie, die man aus früheren Turnieren kennt – Fanmeilen, Trikots, Hupkonzerte – war wenig zu sehen. Alles wirkte beim ersten deutschen WM-Auftritt gedämpft.
Ein Vater, der mit seinem Sohn an diesem Abend auf den Ringen unterwegs war, bringt es auf den Punkt: „Das ist alles so aufgeblasen. Mit Emotionen hat das nicht mehr viel zu tun.“ Sein Sohn sieht das ähnlich. Fazit: Die Ringe sind WM-ausbaufähig.
Doch es geht auch anders: Unter anderem war die Sportsbar Joe Champs am Rudolfplatz gut gefüllt. Und im Goldenen Schuss im Belgischen Viertel war die Stimmung riesig, auch die Nationalhymne wurde lautstark mitgesungen. Ein ähnliches Bild auf dem Brüsseler Platz vor dem Hallmackenreuther.
Auch wenn der WM-Funke vielleicht noch nicht ganz übergesprungen ist – Köln legt beim nächsten Spiel bestimmt nach ...
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