Annette Frier hat im Gespräch mit EXPRESS über ihre Kinder, Köln und Abwanderungsgedanken aus der Metropole gesprochen.
Wie jetzt, Frau Frier?!„Habe große Lust, aus Köln auszuchecken“

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Eine kölsche Frohnatur: Annette Frier - hier im Juni 2025. Würde die Schauspielerin ihrer Herzensheimat Köln für immer den Rücken kehren?

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Es sei ein schöner Gedanke, dass „Hotel Mama“ absehbar schließen werde, sagt Schauspielerin Annette Frier. Ihre Zwillinge sind jetzt 18. Vor ein paar Jahren sagte die Schauspielerin: Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wolle sie Abschied auch von Köln nehmen. Ist das immer noch so? EXPRESS hat mit Frier gesprochen, die am 21. Mai in einer neuen Folge „Merz gegen Merz“ (20.15 Uhr, ZDF) zu sehen ist.
Dass die Filmreihe „Merz gegen Merz“ ein solcher Erfolg werden würde, kam „vollkommen unverhofft“, sagt Hauptdarstellerin Annette Frier. Als Serie gestartet, laufen nun regelmäßig 90-Minüter der ZDF-Komödie über das Ex-Ehepaar Merz (Frier und Christoph Maria Herbst, nächstes Mal am 21. Mai 2026 und bereits jetzt im Stream, danach wieder im Juli).
Annette Frier: Kinder machen bald Schluss mit „Hotel Mama“
„Ich glaube, unser hartnäckiges Publikum ist eine ganz spezielle Gruppe. Die sparen sich ihren Therapeuten. Ein besonderes Service-Angebot des Öffentlichen-Rechtlichen“, sagt Annette Frier über den mutmaßlichen Grund für den Erfolg. „Das Besondere ist, dass die Geschichte nicht mit einer Hochzeit oder einer Scheidung endet. Wir erzählen das Leben nach diesem Leben, und das betrifft wahrscheinlich mindestens 50 Prozent der deutschen Haushalte, dass man in Verbindungen lebt, egal ob Ex-Beziehung oder nicht. Das sind Menschen, mit denen man verbandelt ist, bis man diesen Planeten irgendwann verlässt. Oft durch Kinder, und das hört auch nicht auf, wenn die Kinder 18 sind.“
Apropos Kinder, die 18 werden: Friers Zwillinge haben in diesem Jahr auch die Volljährigkeit zu feiern. Wie ist das Gefühl, dass der Nachwuchs bald das Nest verlässt? „Gut“, sagt Annette Frier begeistert und lacht. „Ich habe nicht die Motivation, die nächsten 30 Jahre Hotel Mama zu spielen. Aber ich tue auch nur cool. Ich habe natürlich irre Schiss davor, wenn die auf ernst machen, wie sie sagen würden. Aber ich freue mich auch.“

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Die Schauspielerin spielt sich selbst - als Annette Frier. (Archivbild)
Ein Zitat aus einer „Les Miserables“-Verfilmung gefalle ihr: „Da gibt es immer wieder die Frage: ‚Was ist die schönste Zeit?‘ Und die Antwort heißt: ‚Die, die vor uns liegt.‘“ In ihrem letzten großen Interview mit dem EXPRESS erzählte Frier: Wenn die Kinder aus dem Haus sind, würde sie darüber nachdenken, ihre Heimat Köln zu verlassen. Wie schaut es dahingehend aus?
„Ich glaube, mein Lebenswohnsitz wird immer hier sein. Ich genieße es gerade auch sehr, dass ich, jetzt wo die Kinder groß sind, meine alten Freundschaften wiederentdecken und in den Fokus rücken kann“, sagt sie. „Es ist schön, so verwurzelt zu sein. Das andere ist, dass mein Mann und ich große Lust haben, hier auszuchecken. Aber nicht, um nach Hamburg oder Berlin zu ziehen, sondern vielleicht für ein Jahr mal ins Ausland zu gehen.“ Nicht dieses, nicht nächstes Jahr – da macht der Sohn erstmal Abi. „Aber das wird kommen, da bin ich sicher“, sagt Frier und fügt hinzu: „Um natürlich mit wehenden Fahnen zurückzukehren. Wer den Dom zuerst sieht, hat gewonnen!“.
