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Krawall-Nacht in KölnRestaurant-Chef wendet sich direkt an die Täter

Zerstörte Sitze, Tische und ein Sonnenschirm liegen auf einer Außenterrasse.

Copyright: Zadem/Batu Kolkilic

Bei den Krawallen nach der Gen-Z-Demo wurden auch die Terrassenmöbel des Restaurants Zadem zerstört.

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Die Kölner Krawall-Nacht: Auch die Außenterrasse des Restaurants Zadem wurde verwüstet. Chef Batu Kolkilic (25) schildert die Lage und wendet sich emotional an die Täter.

Die friedlichen Gen-Z-Proteste sind längst vorbei, als in der Nacht zu Sonntag (1. November) in der Kölner Innenstadt die Gewalt eskaliert. Auch das Restaurant Zadem auf den Ringen wird zum Ziel.

„Das ging gegen zwei Uhr los“, schildert Chef Batu Kolkilic (25) gegenüber EXPRESS.de. Mitarbeiter, Freunde und Bekannte, alle hätten angerufen. „Wir sind dann da hin, kamen aber nicht durch. Da hatten sich mehrere Tausend Leute versammelt.“

„Seit wann bedeutet Protest, die Existenz anderer Menschen zu gefährden?“

Die Lage war bedrohlich. „Unsere ganzen Terrassenmöbel wurden auf dem Hohenzollernring verteilt. Unsere Stühle wurden auch gegen Beamte geworfen, unsere Tische landeten nebenan im Brillenladen“, erzählt Batu. „Wir standen vor unserem Restaurant, sind dann aber wieder gegangen. Ich dachte, sonst kriege ich auch noch eine aufs Maul.“

Zuvor seien ein paar seiner Mitarbeiter sogar dazwischengegangen. „Sie sind auf die Leute zu, um den Laden zu beschützen. Eine Gruppe hat dann auch davon abgelassen. Aber 20 Minuten später kam eine andere Gruppe mit circa 60 Leuten... da kannst du nichts machen“, so der junge Geschäftsmann.

Zum Glück sei niemand in das Restaurant eingedrungen, weil Polizeikräfte sich davor gestellt hätten. Allerdings sei eine Scheibe der Fensterfront zersprungen. Auch in der Polizeibilanz ist die Rede von Zerstörungen.

Auf Instagram hat Batu Kolkilic einen emotionalen Post veröffentlicht. Darin schreibt er: „Ich verstehe, dass Menschen wütend sind, Veränderungen wollen und gehört werden möchten. Aber seit wann bedeutet Protest, die Existenz anderer Menschen zu gefährden?“

Die Polizei sperrte den Bereich vor dem Restaurant Zadem und den Geschäften nebenan ab.

Copyright: Zadem/Batu Kolkilic

Die Polizei sperrte den Bereich vor dem Restaurant Zadem und den Geschäften nebenan ab.

Für manche seien das nur kaputte Möbel und eine zerstörte Scheibe. „Für mich sind es vier Jahre meines Lebens. Vier Jahre voller Arbeit, Verzicht, Investitionen und Risiken“, so Batu. Dann stehe man morgens vor seinem Restaurant und sehe so etwas. Gegenüber EXPRESS.de schildert er, dass von seinen Terrassenmöbeln alles kaputt und über einen Kilometer auf den Ringen verteilt sei.

„Welche politische Entscheidung wurde dadurch verändert?Welches Problem wurde gelöst? Oder habt ihr nur einem 25-Jährigen geschadet, der sich eine Zukunft aufbauen möchte? “, fragt der Restaurant-Chef auf Instagram.

Das tut dem Kölner Restaurant-Chef am meisten weh

„Und wisst ihr, was am meisten wehtut?“, schreibt Batu weiter. „Nicht das Geld. Sondern der fehlende Respekt vor der Arbeit anderer Menschen. Wir reden davon, dass junge Menschen mehr Chancen brauchen. Mehr Gründer, mehr Selbstständige, mehr Arbeitsplätze. Aber wie sollen wir etwas aufbauen, wenn andere es in Minuten zerstören? Bin ich euer Gegner?“

Zerstörung sei kein Protest, Vandalismus keine Meinungsfreiheit, soBatu Kolkilic: „Ich möchte nicht irgendwann bereuen, dass ich den Mut hatte, mir hier etwas Eigenes aufzubauen. Denn hinter diesen Schäden stecken Ersparnisse, Kredite, Mitarbeiter, Familien, Hoffnungen und Zukunftspläne. Etwas zu zerstören dauert Sekunden. Etwas aufzubauen kann Jahre dauern.“

Die 50 Plätze der Terrasse würden jetzt aktuell fehlen, erklärt er gegenüber EXPRESS.de, aber der Innenraum des Restaurants sei geöffnet.