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Müll, Lärm, WildpinklerKölner Straßenfest eskaliert: Veranstalter reagiert für 2027

Wildpinkler stehen an einer Hauswand.

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Wildpinkler beim Straßenfest in Sülz. 2027 wird das Straßenfest so nicht mehr stattfinden.

Aktualisiert:

Das Veedelsfest in Sülz sorgte im April 2026 für viel Ärger. 2027 wird es zum Festival – an anderer Stelle.

Zu viel Müll, zu viel Lärm, zu viele Wildpinkler – jetzt zieht der Veranstalter die Konsequenz. Das Straßenfest „Bunt im Carrée“ wird es in seiner bisherigen Form nicht mehr geben.

Das Veranstaltungsteam kündigte auf Instagram an, dass aus dem Sülzer Straßenfest 2027 ein zweitägiges Stadtfestival in Köln-Ehrenfeld wird.

„Bunt im Carrée“ nicht mehr in Sülz, sondern 2027 in Ehrenfeld

„2026 hat richtig Spaß gemacht, aber es war einfach zu viel. Zu viel Müll, zu viel Lärm, zu viele Wildpinkler, zu viele Leute auf einer Straße“, erklärt Mitveranstalter Bennit Michel. Deshalb ziehe man um – nach Ehrenfeld ins Quartier B.

In der offiziellen Ankündigung heißt es: „Was als Straßenfest in Köln-Sülz begann, wird 2027 ein Stadtfestival. 2026 kamen rund 50.000 Menschen zu ‚Bunt im Carrée‘ und haben gezeigt, wie groß der Wunsch nach Festen mit so einer besonderen Atmosphäre ist. Diesem Fest geben wir jetzt den Raum, den es braucht.“

Am 8. und 9. Mai 2027 soll auf 24.000 Quadratmetern im Quartier B gefeiert werden – mit drei Bühnen (Main-Stage, DJ-Stage, Live-Stage), auf denen laut Ankündigung ausschließlich Bands, Musiker und DJs aus Köln und Umgebung spielen. Dazu kommen Food- und Drink-Stände Kölner Gastronomen sowie lokaler Kreativer und Unternehmen.

Der Umzug kommt nicht überraschend. Nach dem Straßenfest in Sülz gab es eine Reihe von Beschwerden aus der Nachbarschaft. „In der Einhardstraße haben in den Abendstunden Hundertschaften in unseren Vorgarten und an die Häuser und Hauseingänge gepinkelt – einfach asozial und organisatorisch eine Vollkatastrophe mit einem Toilettenwagen für gefühlt mehr als 10.000 Feierwütige. Von den ganzen Scherben hier in der Straße ganz zu schweigen“, lautete unter anderem die Kritik eines Anwohners.

„Sogar das Denkmal von Hans Süper wurde verdreckt. Das machen keine Sülzer“, schilderte eine Anwohnerin der Berrenrather Straße die Situation. Tausende seien von außerhalb gekommen, um hier zu feiern und zu saufen.

Jetzt hat das Team die Reißleine gezogen. Der Umzug nach Ehrenfeld steht fest und die Anwohner in Sülz können aufatmen.

Die Eintrittspreise liegen bei 35 Euro für Samstag oder Sonntag. Das Ticket für beide Tage kostet 49 Euro. Die Frühbuchertickets für 25 Euro sind bereits ausverkauft.