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„400 Euro pro Vorfall“Auto-Kratzer terrorisiert seit Jahren Kölner Straße

Mehrere Autos wurden in der Hofstraße in Köln-Stammheim bereits zerkratzt. Auch der Wagen von Miriam Höfer.

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Mehrere Autos wurden in der Hofstraße in Köln-Stammheim bereits zerkratzt. Auch der Wagen von Miriam Höfer.

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Immer wieder werden in einer Straße in Köln-Stammheim Autos zerkratzt. Jetzt wehren sich die Anwohner öffentlich gegen den mutmaßlichen Auto-Kratzer.

Eigentlich eine kleine, beschauliche Straße in Köln-Stammheim. Doch den Anwohnern der Hofstraße reicht es. Seit Jahren werden dort immer wieder Autos zerkratzt, mal einzeln, mal gleich mehrere auf einmal.

Betroffen ist auch Miriam Höfer (46). „Allein mein Smart ist dreimal getroffen worden“, erzählt sie im Gespräch mit EXPRESS.de. Jedes Mal musste sie in die Werkstatt. „Das sind keine kleinen Kratzer“, sagt Höfer. Bei ihrem Smart reichte zuletzt ein Riss über die komplette Tür. „Kostenpunkt für die Reparaturen: rund 400 Euro pro Vorfall“, ist die 46-Jährige sauer.

„Mutwilliger Vandalismus und handfeste Straftat“

Mit einem Aushang in der Straße wird vor „mutwilligem Vandalismus und einer handfesten Straftat“ gewarnt. In den vergangenen Tagen seien  mehrere Fahrzeuge vorsätzlich zerkratzt worden. Gebeten wird um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Dashcam-Aufnahmen. Zeugen sollen sich bei der Polizeidienststelle Köln-Mülheim melden. „Die Nachbarschaft hält ab jetzt die Augen offen. Jeder weitere Vorfall wird konsequent zur Anzeige gebracht“, lautet die unmissverständliche Warnung.

Auf EXPRESS.de-Nachfrage bestätigt die Polizei Köln, dass ihr die Vorfälle bekannt sind. Für die Hofstraße wurden im Jahr 2025 drei und im laufenden Jahr 2026 zwei Vorgänge wegen Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen erfasst. Die beiden Taten aus diesem Jahr ereigneten sich im Februar und im Oktober. Eine Tatserie lasse sich anhand dieser Auswertung jedoch nicht ausmachen, teilt die Polizei mit. Miriam Höfer spricht sogar von „20 Kratz-Attacken in den vergangenen Jahren.“

Im Ermittlungsverfahren zum Vorfall aus dem Oktober 2026 hat die Polizei immerhin eine tatverdächtige Person im Visier. Die übrigen Verfahren richten sich gegen Unbekannt. Hinweise darauf, dass der Tatverdächtige auch für frühere Taten verantwortlich ist, liegen der Polizei nach eigenen Angaben nicht vor.

Höfer und andere Anwohner gehen nach eigener Einschätzung von einem einzigen Verursacher aus, der seit Jahren in der Straße unterwegs ist und alle terrorisiert.

Die zerkratzte Seitenwand des Smarts von Miriam Höfer. Inzwischen hängt auch dieser Zettel in der Straße.

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Die zerkratzte Seitenwand des Smarts von Miriam Höfer. Inzwischen hängt auch dieser Zettel in der Straße. Gesucht wird nach Zeugen.

Die Polizei rät Betroffenen, ihre Fahrzeuge nach Möglichkeit in Garagen, Tiefgaragen oder auf abgeschlossenen Privatgrundstücken abzustellen. Wer im öffentlichen Raum parken muss, sollte gut beleuchtete Stellplätze bevorzugen.

Polizei rät: Fahrzeuge nach Möglichkeit in der Garage parken

Wer eine Sachbeschädigung beobachtet, soll sofort die 110 wählen und sich keinesfalls selbst in Gefahr bringen. Betroffenen empfiehlt die Polizei, zeitnah Anzeige zu erstatten und Strafantrag zu stellen. Wichtig für die Ermittlungen: aussagekräftige Fotos der Schäden, ein möglichst eng eingegrenzter Tatzeitraum sowie Hinweise auf Zeugen oder Videoaufnahmen. Beschädigte Stellen sollten nicht berührt, gereinigt oder ausgebessert werden – auch zurückgelassene Gegenstände oder mögliche Tatwerkzeuge sollten Betroffene nicht anfassen.

Bei Schäden an Reifen, Scheiben oder Leuchten rät die Polizei zudem, vor der nächsten Fahrt die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs prüfen zu lassen.

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