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FC-Spiel unter BeobachtungDerby-Rivalität eskaliert im Stadion

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Das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach schaukelte sich erst im Stadion hoch. Während es außerhalb ruhig blieb, flogen auf der Nordtribüne die Fäuste.

Der Anpfiff erfolgte am Sonntag erst um 15.30 Uhr, doch schon in den Tagen zuvor hatte das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach Fans, Verantwortliche und Sicherheitsbeamte beschäftigt.

Dass es zu brenzligen Situation im Umfeld der Partie kommt, wollten alle vermeiden. Dafür gab es Kontrolle aus der Luft. Am Vormittag kreiste ab 11 Uhr für rund eine Stunde ein Einsatzhubschrauber über dem Stadtgebiet. Während des außerhalb des Stadions ruhig blieb, knallte es nach der Pause auf den Tribünen.

Auch der FC im Derby in der Verantwortung

Erstmals war beim Derby die erneuerte Stadionallianz NRW für das Konzept verantwortlich. Die Abläufe standen entsprechend unter genauer Beobachtung. Dazu gehören das Innenministerium NRW, die beiden Vereine, die Polizei NRW und die Bundespolizei. Letztere stellte den Hubschrauber, der von St. Augustin aus abgehoben war.

Im Mittelpunkt des Sicherheitskonzepts steht eine frühzeitige Abstimmung untereinander. Einsatzleiterin Mareike de Valck sagt: „Auch wenn wir die Anzahl der Einsatzkräfte bei Fußballspielen reduzieren, können wir auf spontane Entwicklungen reagieren, sodass alle friedlichen Fans ein spannendes und sportliches Rhein-Derby genießen können.“

Die Einsatzleitung nahm gleichzeitig die Klubs in die Verantwortung: „Wir treten bei Fußballspielen als Polizei mehr in den Hintergrund. Jetzt liegt der Ball sprichwörtlich im Feld der Fußballanhänger. Sie sind gefordert, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.“

Der FC hatte angekündigt, die Verantwortung ernst zu nehmen und seiner Rolle als verantwortlicher Organisator des Spiels gerecht werden zu wollen.

Als sich nach der Pause dann aber im Oberrang der Nordtribüne Fans beider Mannschaften eine brutale Schlägerei lieferten, nachdem trennende Plexiglasscheiben zerstört worden waren, musste die Polizei mit einem Großaufgebot aufziehen, um die Fanlager zu trennen.

Weil parallel auch Pyrotechnik gezündet und in benachbarte Blöcke geworfen worden war, berichtete die Polizei in einer ersten Bilanz auf Anfrage unserer Redaktion von einer verletzten Frau. Auch eine Ordnerin habe sich behandeln lassen, nachdem es weit vor Anpfiff ohrenbetäubende Detonationen von Böllern im Gästebereich gegeben hatte.