Drei besondere Jahrestage stehen für die Willi-Ostermann-Gesellschaft ins Haus. 150. Geburtstag und 90. Todestag von Kölns Liedermacher-Legende sowie 60-jähriges Bestehen der Gesellschaft. Das wird gefeiert.
Gala, Lesungen, MatineeEin Jahr im Zeichen einer Kölner Legende

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Ralf Schlegelmilch (l.), der Präsident der Willi-Ostermann-Gesellschaft, freut sich mit JP Weber auf die anstehenden Veranstaltungen im Jubiläumsjahr der Gesellschaft.
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Die Willi-Ostermann-Gesellschaft (WOG) startet in ein ganz besonderes Jahr mit zwei besonderen Jubiläen: 150. Geburtstag und 90. Todestag von Kölns Liedermacher-Legende Willi Ostermann. Zudem feiert die Gesellschaft ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird es zahlreiche Veranstaltungen in der Stadt geben.
Bis zu seinem Tod im Jahr 1936 schenkte Willi Ostermann der Domstadt unvergessene Evergreens wie „Heimweh nach Köln“, „Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia“, „Einmal am Rhein“ oder „Die Mösch“.
Willi Ostermann: Jubiläumsjahr wird mit Gala in der Wolkenburg eingeleitet
Bevor am 1. Oktober 2026 mit einer Gala in der Wolkenburg die festliche Eröffnung des Jubiläumsjahres gefeiert wird, wird bereits am Ostermannbrunnen in der Kölner Altstadt erinnert.
Am „Daach der kölschen Sproch“ (27. September) veranstaltet die WOG ab 18 Uhr eine Veranstaltung im Herzen der Altstadt unter dem Motto „Kölsche Leeder – kölsche Persönlichkeiten“. Mit dabei sein werden unter anderem JP Weber und De Kallendresser. Ferner wird noch die ein oder andere Überraschung vorbereitet.
Bereits am 17. September erscheint die neue, 400 Seiten starke Biografie „Vom Veedelssänger zum Publikumsliebling“, geschrieben von Thomas Gebhardt. Der Musikwissenschaftler ist Gründungsmitglied der Gruppe De Kallendresser und des Kohberg-Orchesters Köln.
Die Biografie erzählt den Weg vom kölschen Alltagsbeobachter zur prägenden Figur des Kölner Karnevals und der kölschen Liedtradition. Erstmals liegen nun alle überlieferten Liedtexte und Dichtungen vollständig in einer Ausgabe vor. Zusammen mit zahlreichen Abbildungen zeichnen sie ein umfassendes Bild vom Menschen und Künstler Willi Ostermann im Spiegel seiner Zeit.

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Willi Ostermann war einer der wichtigsten Komponisten und Sänger Kölns.
Der in Mülheim (Köln) geborene Sänger und Komponist, der keine Noten lesen konnte, sondern seine Kompositionen singend auf Tonträger einspielte, war eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit. Sein letztes Gastspiel gab er im Juli 1936, einen Monat später verstarb er. Bei seiner Beisetzung auf dem Melatenfriedhof säumten Zehntausende Kölnerinnen und Kölner den Trauerzug.
Seit 60 Jahren pflegt die Willi-Ostermann-Gesellschaft das Andenken des Künstlers. „Es ist einfach wichtig, das Andenken an den größten Heimatkünstler unserer Stadt wachzuhalten“, betont Präsident Ralf Schlegelmilch im EXPRESS.de-Gespräch.

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Die Willi-Ostermann-Gesellschaft hat passend zum 150. Geburtstag der Kölner Legende viele Gegenstände rund um den Mundart-Sänger gesammelt.
„Wir müssen uns immer wieder bewusst werden, was Ostermann für unsere Stadt geschaffen hat. Allein dieses wunderbare Gefühl, das uns Kölsche bei ‚Heimweh noh Kölle‘ verbindet. Man kann schon sagen, dass es Kölns heimliche Nationalhymne ist.“
Damit viele Kölner in den Genuss der Biografie kommen, veranstaltet die WOG im kommenden Jahr 27 öffentliche Open-Air-Lesungen mit Programm.
Zu den weiteren Höhepunkten zählt die Matinee „50 Jahre Willi Ostermann, immer wieder singen wir seine Lieder“ am 13. Juni 2027 in der Kölner Philharmonie. „Im Rahmen der Matinee werden 24 bisher unbekannte Ostermann-Titel ihre Premiere feiern. Dazu wird es auch eine neue Ostermann-CD geben“, kündigt Schlegelmilch an.

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Willi Ostermann mit seiner Ehefrau Käthe. Im Januar 1936 feierten sie ihre Silberhochzeit.
Bereits jetzt freut sich der Präsident auf die offizielle Sessionseröffnung am 11. im 11. auf dem Heumarkt, die ebenfalls wie die Sitzungen der Gesellschaft ganz im Zeichen des großen Jubiläums steht. Für Schlegelmilch ist die WOG nicht nur eine Gesellschaft, sondern ein besonderes Gefühl.
„Wir haben den Slogan ‚Freunde finden und Heimat fühlen‘, der eigentlich alles aussagt, was ich fühle. Jahr für Jahr gewinnen wir 20 neue Mitglieder, die sich von Tag eins an für die Gesellschaft engagieren. Bei uns zählt nicht das ‚Ich‘, sondern das ‚Wir‘. Wir sind eine große Gemeinschaft und dieses Gefühl transportieren wir auch auf unseren Veranstaltungen. Darauf bin ich sehr stolz.“
