Der Verein und Freundeskreis Marie-Luise Nikuta startet einen Ideenwettbewerb rund um den im Vorjahr eingeweihten Platz für die Mottoqueen. Dieser soll nun weiter gestaltet werden.
Verein startet IdeenwettbewerbEin Denkmal für die „Mottoqueen“

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Marie-Luise Nikuta hätte in diesem Jahr ihren 88. Geburtstag gefeiert.
Sie schenkte der Stadt unzählige Lieder und ist eine Ikone. In diesem Jahr hätte Marie-Luise Nikuta ihren 88. Geburtstag gefeiert. Aus diesem besonderen Anlass startet der Verein „Levve un levve losse“ einen Ideenwettbewerb für ein Denkmal der 2020 verstorbenen „Mottoqueen“.
Ein Jahr nach der Benennung des Marie-Luise-Nikuta-Platzes an der Hahnentorburg, möchte der Freundeskreis, dass der Ort ein unverwechselbares Gesicht bekommt. „Wir suchen ab sofort das beste Konzept eines künstlerisch gestalteten Erinnerungsortes für die Kölner Karnevalslegende“, betont Präsident André Schulze Isfort.
Marie-Luise-Nikuta-Platz: Ideenwettbewerb bis 11. November
Mit einem offenen Ideenwettbewerb und einem Gesamtpreisgeld von 5000 Euro lädt der Verein Kreative aus ganz Deutschland ein, sich zu beteiligen. Einsendeschluss ist der 11. November 2026.
André Schulze Isfort: „Wir suchen Konzepte, die den Erinnerungsort am Rudolfplatz zwischen den Gleisen der KVB-Linien 1 und 7 und in unmittelbarer Nähe zur Schaafenstraße, dem Zentrum der queeren Community in Köln, lebendig machen.“
Gesucht werden Konzepte für ein Denkmal, eine Skulptur, eine Boden- oder Platzgestaltung oder ein integriertes Gesamtkonzept. Dabei soll das Lebensmotto der Sängerin „Levve un levve losse“ als verbindende Botschaft erkennbar aufgegriffen werden.
„Das war nicht nur ihr Lebensmotto, sondern auch Titel eines ihrer bekanntesten Lieder und zugleich die kölsche Fassung der Goldenen Regel, die alle Kulturen und Weltreligionen verbindet“, erklärt der Präsident. Die besten drei Entwürfe werden mit Preisgeldern von 2500, 1500 und 1000 Euro ausgezeichnet.

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Am 10. Oktober 2025 wurde der Marie-Luise-Nikuta-Platz am Rudolfplatz zwischen den Gleisen der KVB-Linien 1 und 7 und in unmittelbarer Nähe zur Schaafenstraße, dem Zentrum der queeren Community, eingeweiht.
Marie-Luise Nikuta prägte über Jahrzehnte als „Mottoqueen“, Sängerin und Komponistin den Kölner Karneval. Dabei stand sie immer für Toleranz, Integration und Lebensfreude. Sie engagierte sich für die queere Community, lange bevor das selbstverständlich war.
„Marie-Luise hat ihr Leben lang Menschen zusammengebracht. Ein Denkmal an diesem besonderen Ort ist die schönste Art, ihre Botschaft lebendig zu halten – mitten in Köln, für alle sichtbar“, ist sich Schulze Isfort sicher. „Wir freuen uns auf mutige und kreative Ideen.“

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Auf dem Marie-Luise-Nikuta-Platz soll auch das Denkmal der Sängerin stehen.
Über die Vergabe der Preise entscheidet eine mehrköpfige Jury, der unter anderem Andrea Nikuta-Meerloo, die Tochter von Marie-Luise Nikuta und Ehrenpräsidentin des Vereins, angehört. Ferner werden Persönlichkeiten der Kölner Stadtgesellschaft unter anderem aus Kirche, Karneval und der queeren Community zur Jury gehören.
Der Wettbewerb ist der Auftakt zu einem größeren Vorhaben. Auf Basis des Siegerkonzepts möchte der Verein in Abstimmung mit der Stadt Köln einen dauerhaften Erinnerungsort errichten. Die geschätzten Realisierungskosten werden im sechsstelligen Bereich liegen und sollen über Spenden und Förderpatenschaften aufgebracht werden. Interessierte Unternehmen und Privatpersonen können das Projekt schon jetzt unterstützen.
