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Betreiber Michele verrät den GrundKölner Kult-Imbiss muss dicht machen

Michele war mit seiner „Fressbud“ auch in der CNN-Sendung „Parts Unknown“ zu sehen (Archivfoto)

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Michele war mit seiner „Fressbud“ auch in der CNN-Sendung „Parts Unknown“ zu sehen (Archivfoto)

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Der bekannte Imbiss „De Fressbud“ auf dem Eigelstein musste schließen. Betreiber Michele äußert sich.

Die roten Jalousien sind heruntergezogen, die Botschaft auf den Fenstern ist deutlich: „Wir schließen“. Kultig war der Imbiss, bei Promis beliebt – jetzt ist Feierabend.

„De Fressbud“ auf dem Kölner Eigelstein hat geschlossen!

Kölner Imbiss „De Fressbud“ geschlossen

2016 besuchte sogar US-Starkoch und TV-Legende Anthony Bourdain den Imbiss für seine CNN-Sendung „Parts Unknown“ und probierte dort Currywurst mit Pommes. Er war begeistert. In Köln testete er insgesamt sieben Lokalitäten: darunter das Brauhaus „Zur Malzmühle“, „Bei Oma Kleinmann“, „Ox & Klee“, „Artistanbul“, „Kleine Glocke“ und die Trattoria „Bar Celentano“. Bourdain, der 2018 starb, gehörte zu den bekanntesten Gastro-Reportern der Welt.

Auch der verstorbene Kölner Entertainer Willi Herren, Partysängerin Melanie Müller und TV-Koch Mike Süsser bestellten am Eigelstein schon  Currywurst, Spießbraten oder Gulasch.

Der Imbiss galt seit Jahren als feste Institution am Eigelstein. Auf Google sammelte „De Fressbud“ zuletzt 4,8 von 5 Sternen bei 271 Bewertungen. Negative Bewertungen? Kaum zu finden.

„So etwas kann man nicht beschreiben. Dazu der kölsche Smalltalk – unbezahlbar geil“, schreibt ein Gast bei Google. Eine Stammkundin bringt es noch deutlicher auf den Punkt: „Die Imbissbude gehört beim Eigelstein-Feeling absolut zum MUSS, um das Kölner Stadtleben kennenzulernen.“ Ein anderer urteilt knapp: „Seit Jahren unangefochten der beste Imbiss in Köln.“

Der geschlossene Imbiss „De Fressbud“ auf dem Eigelstein in Köln

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Der geschlossene Imbiss „De Fressbud“ auf dem Eigelstein in Köln

Doch nun das Aus für „De Fressbud“. „Geschlossen ist der Imbiss bereits seit dem 12. Juni“, erklärt Betreiber Michele gegenüber EXPRESS.de. Der Grund: „Der Mietvertrag wurde nicht verlängert“, so der 53-Jährige.

Michele hatte zuvor die Miete gekürzt, weil vor dem Laden ein Baugerüst gestanden hatte. Der Streit landete vor Gericht, Michele unterlag. „Ich durfte die Miete nicht kürzen“, ist Michele nun schlauer. Was folgte, war die Kündigung.

Zwölf Jahre lang hatte Michele den Imbiss am Eigelstein betrieben. Seit fast 50 Jahren gibt es den Laden bereits.

US-Starkoch und TV-Legende Anthony Bourdain (Mitte) mit Imbiss-Betreiber Michele

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US-Starkoch und TV-Legende Anthony Bourdain (Mitte) mit Imbiss-Betreiber Michele

Doch die Geschichte von „De Fressbud“ hat auch eine dunkle Seite. Bereits 2020 hatte es am Eigelstein einen Vorfall mit rechtsextremem Hintergrund gegeben: Vor dem Imbiss war der Hitlergruß gezeigt worden, in der Folge wurde „Nazi“ an die Fassade gesprüht und eine Scheibe eingeworfen.

Wie es für den Imbiss weitergeht, weiß Michele noch nicht. Über einen neuen Laden – eine neue „Fressbud“ – an einem anderen Ort in Köln denkt er aber nach. Aber konkret sei da noch nichts, so der 53-Jährige.

Das Fahrzeug brannte am Montagmorgen auf der A1 vollständig aus.
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