Tour de France Drama-Video begeistert Fans: Sprinter radelt verzweifelt gegen Renn-Ausschluss

Fabio Jakobsen sackt nach seinem harten Kampf gegen die Uhr bei der 17. Etappe der Tour de France im Ziel in Peyragudes auf seinem Rad zusammen.

Fabio Jakobsen sackt nach seinem harten Kampf gegen die Uhr bei der 17. Etappe der Tour de France am Mittwoch (20. Juli 2022) im Ziel in Peyragudes zusammen.

Diese Tour-Etappe bot bis zur letzten Sekunde Spannung pur. Als die Gesamt-Favoriten um Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar schon längst im Ziel waren, kämpfte Fabio Jakobsen für seinen Verleib im Peloton.

Spannung pur bei der 17. Etappe der Tour de France – vom ersten bis zum 143. Platz. Denn ebenso fesselnd und eng wie das Sieg-Duell der Tour-Favoriten Jonas Vingegaard (25) und Tadej Pogacar (23) war auf dem Teilstück am Mittwoch (20. Juli 2022) der verzweifelte Kampf am Ende des Feldes.

Die letzten 300 Meter auf dem insgesamt 129,7 Kilometer langen Abschnitt von Saint-Gaudens nach Peyragudes verlangten den Fahrern im Peloton alles ab. Sprinter Fabio Jakobsen (25) wäre dabei beinahe auf der Strecke geblieben – im wahrsten Sinne des Wortes.

Tour de France: Fabio Jakobsen quält sich ins Ziel

Für den Niederländer wurde die Etappe der Tour de France im Süden Frankreichs zum erbitterten Kampf gegen die Uhr: Von Sekunde zu Sekunde rückte die Höchststrafe näher – der Tour-Ausschluss wegen Überschreitens der Karenzzeit.

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Diese wird bei jeder Etappe in Abhängigkeit von Renn-Geschwindigkeit und Siegerzeit festgelegt, am Mittwoch durfte der Rückstand des Letzten nicht größer sein als 18 Prozent der Zeit von Etappen-Triumphator Pogacar (3:25:51 Stunden).

Während 141 Fahrer damit keine Probleme hatten, tickte für Jakobsen die Uhr bedrohlich runter. Das Schlimmste: Die letzten 300 Meter waren mit einer Steigung von rund 20 Prozent besonders hart. So quälte er sich mit letzter Kraft Richtung Ziellinie.

Tour de France: Teamkollegen feiern Fabio Jakobsen im Ziel an

Im Spalier der Zuschauer näherte er sich Meter um Meter dem ersehnten Torbogen an, wo ihn mit Yves Lampaert (31) und Florian Sénéchal (29) sogar zwei Teamkollegen auf ihren Rädern anfeuerten und ins Ziel brüllten.

Mehrere Videos der finalen Minuten wurden schon in den Stunden nach dem Rennen hunderttausendfach geklickt und anerkennend kommentiert. Auch der offizielle Account der Tour de France teilte die Bilder und spendete Jakobsen virtuellen Applaus.

Hier sehen Sie den Kampf von Fabio Jakobsen bei der Tour de France:

36 Minuten und 48 Sekunden betrug am Ende Jakobsens Rückstand auf Vorjahres-Toursieger Pogacar, 17 Sekunden mehr hätten den Renn-Rauswurf kurz vor dem Finale in Paris bedeutet. Auf einer Tour-Route, die Sprintern in diesem Jahr ohnehin nicht auf den Leib geschneidert ist, steigt dort am Sonntag (24. Juli 2022) das letzte Highlight mit der Schluss-Etappe, bei der Jakobsen zu den Mitfavoriten gehört.

Fabio Jakobsen hofft auf Etappensieg bei Tour de France

Der Franzose Sénéchal, für gewöhnlich Jakobsens Anfahrer, rang nach dem Zieleinlauf seines Kollegen erleichtert mit den Tränten: „Er ist mein Freund und ich will immer alles für ihn geben. Ich habe ihm nur gesagt, er soll das Maximum geben, der Lohn folgt dann in Paris“.

Bei Twitter teilte Jakobsen, der bei der Tour schon die zweite Etappe von Roskilde nach Nyborg am 2. Juli für sich entschieden hatte, ein Video seines dramatischen Zieleinlaufs. Er schrieb an seine Kollegen gerichtet: „Ich liebe euch von Herzen Leute, danke für heute.“

Eine dritte quälende Pyrenäen-Etappe steht ihm am Donnerstag noch bevor. Schafft der Niederländer auch dieses Teilstück im Zeitrahmen, stehen ihm für sein persönliches Happy End in der Stadt der Liebe alle Türen offen. Klar ist schon jetzt: Die richtigen Teamkollegen für den Coup auf der Champs Élysées hat Jakobsen zweifellos an seiner Seite. 

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