Tour de France Hund sorgt für Sturz-Chaos: Etappensieger schimpft bei Instagram

Yves Lampaert schwingt sich nach einem Sturz bei der Tour de France wieder aufs Rad. Weitere Fahrer liegen noch auf der Straße

Yves Lampaert, hier auf der zweiten Etappe der Tour de France am 2. Juli 2022 im Gelben Trikot, verletzte sich am Donnerstag (14. Juli) nach einem Sturz wegen eines Hundes im Peloton.

Tierischer Ärger bei der Tour de France. Ein Hund bremste am Donnerstag nicht nur das Feld aus, sondern brachte auch einzelne Fahrer zu Sturz. Der verletzte Yves Lampaert schimpfte danach bei Instagram.

Auch in ihrer diesjährigen Ausgabe bleibt die Tour de France nicht von vermeidbaren Unfällen verschont. Nachdem sich mehrere Fahrer schon auf der Kopfsteinpflaster-Etappe infolge einer Fan-Kollision Knochenbrüche zugezogen hatten, sorgte am Donnerstag (14. Juli 2022) ein Hund auf der Straße für Chaos im Peloton.

Das Tier war auf den ersten Kilometern der Etappe von Briançon nach Alpe d'Huez auf die Straße getrottet, als das Feld gerade mit großer Geschwindigkeit angerauscht kam. Während der Großteil des Pelotons noch ausweichen konnte, kamen mehrere Fahrer zu Fall.

Etappensieger Yves Lampaert (31), der den Prolog in Kopenhagen am 1. Juli gewonnen und die zweite Etappe im Gelben Trikot bestritten hatte, erwischte es mit einer blutenden Wunde am Bein. Er schimpfte nach dem Rennen bei Instagram und appellierte an die Besitzerinnen und Besitzer von Hunden.

Tour de France: Hund im Peloton bringt Fahrer zu Fall

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Auf einem kurzen Twitter-Video ist zu sehen, wie die ersten Sportler an der Spitze des Feldes den Vorfall unbeschadet überstehen, ehe die Ausweich- und Bremsmanöver im Fahrerpulk für vereinzelte Stürze sorgen.

Hier sehen Sie die Szene im Video:

Unter anderem den Belgier Lampaert vom Team Quick-Step Alpha Vinyl holte es am linken Straßenrand vom Rad, anschließend rutschte er noch etwa einen Meter über den Asphalt. Hinten im Feld mussten viele weitere Fahrer kräftig bremsen, um weitere Stürze noch zu verhindern.

Tour de France: Appell an Halter und Halterinnen von Hunden

Lampaert musste sich anschließend mit einer tiefen Platzwunde durch die insgesamt 165 Kilometer lange Etappe der Tour de France quälen. Kein Wunder, dass er bei der Zielankunft auf 1850 Metern Höhe ordentlich Wut im Bauch hatte.

„Unfall wegen eines Hundes im Peloton“, schrieb er zu einem Foto, das seine klaffende Wunde am rechten Bein zeigte. Dazu sein strenger Appell mit Hunde-Emoji und zwei roten Kreuzen an alle Halterinnen und Halter: „Lasst euren Hund bitte zu Hause.“

Erfahrungen mit einem Hund auf der Strecke machte bei der Tour de France auch schon Marcus Burghardt (39). 2007 konnte der damalige Fahrer des Team T-Mobile dem Tier trotz einer Vollbremsung nicht mehr ausweichen, er erwischte den Vierbeiner mit dem Vorderrad und fiel kopfüber auf die Straße. Glück im Unglück: Nach einem Radwechsel konnte Burghardt ohne Verletzung weiterfahren, auch der Hund überstand die Kollision schadlos. (bc)

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