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Nachfolger steht festTrainer-Aus in der Bundesliga offiziell verkündet

Aktualisiert:

Beim VfL Wolfsburg ist der Trainerwechsel jetzt offiziell. Auch der Feuerwehrmann, der den Bundesliga-Abstieg verhindern soll, steht schon fest.

Um 19.14 Uhr verließ Daniel Bauer am Samstag zum letzten Mal die Volkswagen Arena. Parallel berieten die Bosse über die Zukunft des Coaches und darüber, wie der Krisenklub aus der Autostadt noch vor dem ersten Abstieg aus der Bundesliga gerettet werden kann. Am Sonntagmorgen wurde die Entscheidung dann offiziell.

Er selbst, so Bauer, habe nach dem bitteren 1:2 (1:1) gegen den HSV noch keine Rückmeldung hinsichtlich einer möglichen Trennung erhalten. Die Gewissheit gab es dann aber am Sonntag um kurz nach 10 Uhr.

Offiziell: Neuer Wolfsburg-Trainer ist ein alter Bekannter

„Der VfL Wolfsburg hat sich von seinem Cheftrainer Daniel Bauer getrennt. Der 43-Jährige wurde am Sonntagmorgen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Über die Nachfolge auf der Position des Cheftrainers wird der VfL zeitnah informieren“, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Sportdirektor Pirmin Schwegler hatte bereits am Samstag ein Bekenntnis zu Bauer, der erst im November Paul Simonis beerbt hatte, vermieden. Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen (51) muss ebenfalls gehen, sein Aus verkündete der VfL zeitgleich.

„Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, wurde Schwegler in der Vereinsmitteilung zitiert.

Am Sonntagnachmittag präsentierte der VfL dann auch offiziell den Nachfolger. Dieter Hecking (61) soll die Wölfe vor dem Abstieg retten. "Dieter Hecking bringt genau die Erfahrung mit, die wir in der aktuellen Situation brauchen“, sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler. Hecking selbst erklärte: „Zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, bedeutet mir viel.“ Es gelte nun, „den Fokus voll auf die kommenden Aufgaben zu richten und gemeinsam alle Kräfte zu bündeln, um in der Bundesliga zu bleiben“.

Hecking, der im September beim Zweitligisten VfL Bochum entlassen worden war, hatte die Wolfsburger bereits von 2013 bis 2016 trainiert, 2015 gewann er den DFB-Pokal und den Supercup. Sein Debüt beim Tabellen-17. gibt der 61-Jährige, der nun dritte VfL-Coach der Saison, am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der TSG Hoffenheim.

Hecking hatte den VfL 2015 zum Gewinn des DFB-Pokals geführt, war in der vergangenen Saison auch als Feuerwehrmann beim VfL Bochum eingesprungen. Dort hatte er die Punkte-Ausbeute zwar verbessert, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. In Wolfsburg startet er nun einen neuen Anlauf. (bc/sid)

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