Alica Schmidt macht eine ganz harte Phase durch. Schwierig und ätzend, nennt sie ihre aktuelle Situation.
„Fast schon katastrophal“Rückkehr von Alica Schmidt geht völlig daneben

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Für Alica Schmidt lief auch die Rückkehr auf die Sprintstrecke nicht wie erhofft.

Diese Worte an ihre Fans fallen Alica Schmidt (27) sichtlich schwer. Fast sieht es so aus, als stünde sie kurz davor, in Tränen auszubrechen.
Der Grund: Bei dem Leichtathletik-Star läuft es aktuell einfach überhaupt nicht. Schmidt, der auf Instagram über fünf Millionen Accounts folgen, hat nach der Olympia-Saison 2024 eine folgenreiche Entscheidung für ihre Karriere gefällt. Von den 400 Metern wechselte sie auf die Mittelstrecke, versucht sich seitdem als 800-Meter-Läuferin.
„Ätzend“: Alica Schmidt will am liebsten nichts mehr sagen
Für Schmidt eine große Herausforderung, schließlich verlangt die neue Disziplin ein ganz anderes Training, es geht viel mehr um Ausdauer als auf der längsten Sprintdistanz. Ihr Laufpensum musste sie in diesem Zuge erheblich steigern – „von 10 auf 90 Kilometer die Woche!“, wie sie im vergangenen Jahr gegenüber Sport1 verriet.
Derzeit absolviert sie ihre zweite Saison nach der Umstellung. Doch wirklich angekommen ist sie auf der neuen Strecke noch nicht. Bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid verpasste sie zuletzt den Einzug ins Finale. So wird es nichts mit dem Traum einer erneuten Olympia-Teilnahme. Ob Schmidt auch deshalb an diesem Wochenende wieder einmal auf ihrer alten Strecke angetreten ist? Über die 400 Meter ist die Chance auf Olympia wegen der Staffel-Konkurrenzen immerhin etwas höher.
Doch auch der Weg zurück würde ein schwerer werden. Das musste auch Schmidt an diesem Wochenende feststellen, wie sie ihren Instagram-Fans am Sonntagabend in einem Video in ihrer Story verrät. „Ich bin seit Langem mal wieder die 400 gelaufen und ich würde schon fast sagen: katastrophal. Also ich bin wirklich gar nicht zufrieden“, gibt Schmidt offen zu.
Beim Meeting „Blue Track Night“ in Sindelfingen lief sie am Samstag auf Platz drei. Dabei blieb sie mit einer Zeit von 54,68 Sekunden über zweieinhalb Sekunden über ihrer persönlichen Bestleistung von 52,07 Sekunden.
Sie versucht, den neuesten Rückschlag positiv zu nehmen. „Für mich war es jetzt aber super wichtig, mal zu sehen, wo ich auf der 400 stehe, weil das auch irgendwo mein Zugpferd ist für die 800 und wenn das schon nicht funktioniert, ist es für mich jetzt auch kein Wunder, dass ich mich bei den 800 einfach gerade so schwer tue“, erklärt sie. „Von dem her bin ich ehrlich gesagt positiv und kann da ganz viel draus ziehen.“
Trotz dieser kämpferischen Einstellung macht die Leichtathletin aber keinen Hehl daraus, dass die aktuelle Situation vor allem eines ist: „schwierig und ätzend: Man opfert so viel dafür, und wenn dann natürlich die Leistung am Ende gar nicht das ist, was man sich vorgestellt hat und wofür man so lange gearbeitet hat, ist das natürlich frustrierend.“
Als Sportlerin hat Schmidt aber gelernt, dass solche Tiefs leider dazugehören. „Wichtig ist, wie man aus so einer Phase wieder rauskommt“, betont sie. „Für mich natürlich nicht schön, am liebsten würde ich jetzt auch gar keine Stellung dazu nehmen und gar nichts dazu sagen, weil man selber natürlich auch irgendwo immer sein größter Kritiker ist, gerade als Sportler. Aber ich will euch einfach auch zeigen, es ist auch ganz normal, dass es mal nicht so läuft und es nicht immer nur bergauf geht.“
