Mega-Haftstrafe für Nuzman Olympia-Chef von Rio 2016 wegen Korruption verurteilt

Brasiliens damaliger NOK-Chef Carlos Arthur Nuzman links neben IOC-Präsident Thomas Bach im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro

Brasiliens ehemaliger NOK-Chef Carlos Arthur Nuzman (hier links neben IOC-Präsident Thomas Bach am 22. Januar 2014) wurde verurteilt

Bitteres Nachspiel für die Olympia-Bosse von Rio 2016. Gleich drei der damaligen Führungsfunktionäre wurden wegen verschiedener Delikte wie Korruption zu einer Haftstrafe verurteilt.

Rio de Janeiro. Der langjährige brasilianische Sportfunktionär Carlos Arthur Nuzman (79), bei den Olympischen Sommerspielen und Paralympics 2016 in Rio de Janeiro Präsident des lokalen Organisationskomitees, ist wegen Korruption, organisierter Kriminalität, Geldwäsche und illegaler Finanztransfers zu 30 Jahren, elf Monaten und acht Tagen Haft verurteilt worden.

Dem Brasilianer war wegen angeblichen Stimmenkaufs bei der Vergabe der Spiele am Zuckerhut der Prozess gemacht worden. Nuzman kann gegen das Urteil vom Donnerstag (25. November 2021) in Berufung gehen.

Olympia-Mittäter sitzt 300 Jahre in Haft

Neben Nuzman, der 22 Jahre lang das Nationale Olympische Komitee Brasiliens anführte, wurden auch Rio-2016-Generaldirektor Leonardo Gryner zu 13 Jahren sowie der damalige Gouverneur des Bundeslandes, Sergio Cabral (58) zu zehn Jahren, von einem Bundesgericht in Rio verurteilt. Während Cabral bereits seit November 2016 im Gefängnis sitzt und wegen diverser anderer Verbrechen schon über 300 Jahre aufgebrummt bekommen hat, dürfen Nuzman und Gryner zumindest bis zur Berufung auf freiem Fuß bleiben.

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Im März 2017 hatte die französische Zeitung „Le Monde“ von möglichen Stimmenkäufen bei der Wahl Rios zum Gastgeber der Olympischen Spiele berichtet, Nuzman und Gryner wurden dann sieben Monate später während der Operation „Unfair Play“ verhaftet.

Bestechungsgelder sollen unter anderem Lamine Diack, damals Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, sowie dessen Sohn Papa Massata erhalten haben. Die beiden Senegalesen waren im vergangenen September in Paris wegen anderer Vergehen zu Haftstrafen verurteilt worden. (sid)

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