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Fahnenträgerin am Boden zerstört„Dann hätte ich ja auch vorher aufhören können“

Aktualisiert

Ihre letzten Olympischen Spiele hatte sich Katharina Schmid ganz anders vorgestellt. Nach der Olympia-Premiere von der Großschanze war sie untröstlich.

Bitteres Olympia-Ende für die deutsche Fahnenträgerin Katharina Schmid. Bei ihrem letzten Wettkampf bei Winterspielen schaffte es die Skispringerin nicht mal in den zweiten Durchgang.

Schmid flog auf der großen Olympiaschanze von Predazzo bei schwierigen Windverhältnissen nur auf 96,5 m und landete damit nur auf Platz 42.

ZDF-Moderatorin leidet mit Katharina Schmid

Anschließend war Schmid, die nach dieser Saison ihre Karriere beenden wird, untröstlich. „Es tut einfach weh. Ich wusste, es wird schwierig, die Schanze liegt mir nicht. Aber es tut einfach nur weh“, sagte Schmid ganz bedröppelt im ZDF-Interview. Dabei kämpfte sie sichtbar gegen die Tränen.

So kurz nach der Enttäuschung fiel es Schmid schwer, ein positives Fazit zu ihrer erfolgreichen Karriere zu ziehen. 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking hatte sie jeweils Silber geholt. Davon war sie diesmal meilenweit weg.

„Klar weiß ich, ich hatte schon zwei olympische Medaillen, aber dann hätte ich ja auch vorher aufhören können, wenn ich weiß, es geht so aus“, erklärte sie. „Ich dachte, ich schaffe es vielleicht nochmal, ein bisschen weiter nach vorn zu kommen. Auch in einer Saison, die recht schwierig war für mich. Aber das ist schon echt hart jetzt.“

Für die Frauen war es die Olympia-Premiere von der Großschanze. Dass sie das in ihrer letzten Saison noch miterleben durfte, brachte Schmid zunächst keinen Trost. „Tut vielleicht noch eine Weile  weh, aber auch das vergeht“, beschloss sie tapfer das Interview. Von der Normalschanze hatte Schmid einen Tag nach der Eröffnungsfeier Platz 16 ersprungen.

Katharina Schmid hat ihr Gesicht in den Händen vergraben.

Copyright: Screenshot ZDF

Katharina Schmid vergrub nach ihrem letzten Olympia-Auftritt ihr Gesicht in ihren Händen.

ZDF-Moderatorin Lena Kesting litt deutlich hörbar mit der sympathischen Athletin, die eigentlich für ihr strahlendes Lächeln bekannt ist.

„Oh Mann, das ist wirklich emotional und fies anzusehen“, sagte Kesting zu Bildern von Schmid, die ihr Gesicht in den Händen vergraben hatte. „Da mag man sich gar nicht vorstellen, wie es in ihr aussieht.“

Auch für die anderen Springerinnen Selina Freitag (Platz 17), Juliane Seyfarth (Platz 23) und Agnes Reisch (Platz zehn) lief es beim Sieg der Norwegerin Anna Odine Ström nicht wie erhofft. „Das ist ein ganz, ganz bitterer Wettkampf für Deutschland“, sagte ZDF-Experte Severin Freund gequält. (mit sid)

Skifahrerin Emma Aicher und Rodler Max Langehan posieren gemeinsam mit ihren Olympia-Medaillen.

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