Die deutschen Skeletonis haben bei Olympia die nächsten Medaillen für das Team D geholt.
Silber und Bronze im EiskanalKopfüber zum nächsten Edelmetall!
Aktualisiert
Silber und Bronze im Eiskanal! Vier Medaillen hatten die deutschen Skeletonis bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina bereits geholt. Am Sonntag kam im Mixed-Teamwettbewerb weiteres Edelmetall dazu.
Susanne Kreher und Axel Jungk rasten zu Silber. Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer fuhren zu Bronze. Gold ging an Tabitha Stoecker/Matt Weston aus Großbritannien.
Insgesamt sechs Medaillen für deutsche Skeletonis
Für das deutsche Skeleton-Team ist es in Norditalien ein gelungener Abschluss. Im Einzel hatten Jungk und Kreher jeweils Silber gewonnen, Grotheer und Pfeifer waren jeweils zu Bronze gefahren.
Wie die Rodler zuvor sicherten sich die Skeletonis in jedem Rennen mindestens eine Medaille, der Eiskanal bleibt für das Team Deutschland ein sicherer Medaillenlieferant. Auch die Aussichten bei den Bobs sind in der zweiten Olympiawoche glänzend.
Die Skeletonis hatten mit großer Vorfreude auf die Olympia-Premiere geblickt. „Diese zusätzliche Medaillenchance, der zusätzliche Wettkampf, ist einfach auch mega gut für unsere Sportart“, sagte Pfeifer. Erstmals gab es pro Athlet zwei Medaillen bei Winterspielen zu gewinnen.
Die bäuchlings und kopfüber den Eiskanal runter fahrenden Athletinnen und Athleten erfüllten damit mehr als nur ihr Soll. Auch wenn es in Peking durch Grotheer und Hannah Neise zwei Goldmedaillen gegeben hatte.
„Damit war überhaupt nicht zu rechnen“, sagte Thomas Schwab, Vorstand des deutschen Schlittenverbands BSD: „Das war eine großartige Performance unserer Skeletonis, wie sie hier in Cortina die Medaillen gesammelt haben.“ Eine goldene war nach fünf Renntagen eben nicht dabei, „das wäre schon schön gewesen“, bekannte Schwab: „Wir haben schon ein bisschen drauf spekuliert. Aber hey - wir müssen zufrieden sein mit dem, was wir haben. Das ist ja unfassbar.“
Nach den erfolgreichen Einzelrennen hatten die deutschen Skeletonis die Feierlichkeiten im Deutschen Haus extra ausgelassen. „Ich hatte brutal mit Krämpfen zu tun, wir mussten viel Physio machen. Daher war die Devise, zwei Tage die Füße still halten und nach dem Team-Rennen lassen wir es krachen“, sagte Jungk. Familienvater Grotheer betonte nach vielen Verletzungsrückschlägen: „Ich habe ewig nichts getrunken, ich wäre sofort breit.“ (sid/dpa)


