Nach den nächsten Medaillen im Eiskanal wurde es emotional. Denn ein Olympiasieger verkündete sein Karriereende.
„Ihn jetzt hier so zu sehen“Nach diesem Satz fließen bei allen Tränen
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Medaillen-Interview im ZDF – und plötzlich wurden alle Augen feucht. Skeleton-Pilot Christopher Grotheer hat am Sonntagabend sein Karriereende offiziell gemacht.
Der Olympiasieger von Peking 2022 hatte bei den Winterspielen in Cortina nochmal zweimal Bronze geholt. Erst im Einzelwettbewerb, dann gemeinsam mit Jacqueline Pfeifer auch im neuen Team-Mixed.
Katrin Müller-Hohenstein reagiert auf Tränen-Interview: „Ganz groß“
Zusammen mit den Silbermedaillen-Gewinnern Susanne Kreher und Axel Jungk stand das Duo nach dem Rennen im ZDF Rede und Antwort. Dann fiel der entscheidende Satz.
„Das war das letzte Rennen, korrekt?“, fragte die ZDF-Reporterin Katja Streso. „Genau, das war das letzte Rennen“, bestätigte der Skeletoni. „Von Olympia oder der Karriere?“, hakte die Journalistin nach. „Von der Karriere“, präzisierte Grotheer.
Da hörte auch seine Teamkollegin Jacqueline Pfeiffer ganz genau hin. Schnell legte sie ihren Arm um Grotheer, dem nun die Tränen kamen. „Das war ein toller Abschluss, war perfekt mit Jacqua, weil wir damals zusammen angefangen haben. Einfach perfekt so“, erklärte er emotional.
Auch Pfeifer kämpfte nun gegen die Tränen. „Christopher jetzt hier so zu sehen, ist schon emotional“, sagte sie mit erstickter Stimme. „Ich glaube, für uns alle.“ In der Tat: Bei Susanne Kreher und Axel Jungk wurden die Augen ebenfalls feucht.

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Viele feuchte Augen: Die deutschen Skeletonis im ZDF-Interview.
Zurück im Studio kommentierte Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein die Szene mit den Worten: „Ah, Christopher, das war ganz groß. Alles Gute!“
Kreher und Jungk hatten im Ziel eine Hundertstel Vorsprung vor dem zweiten deutschen Team. Gold ging an Großbritannien. Insgesamt holten die deutschen Skeletonis sechs Medaillen. So viele waren es noch nie zuvor.
„Es wäre schon schön, wenn eine goldene Medaille dabei gewesen wäre“, sagte Vorstandschef Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD): „Die haben schon damit spekuliert, dass heute etwas drin ist. Aber wir müssen einfach zufrieden sein mit dem, was wir haben. Das ist ja unfassbar.“ (mit dpa)


