Es war eines der größten Dramen dieser Olympischen Winterspiele, als Lena Dürr im Slalom auf Platz zwei liegend am ersten Tor ausschied. Gleiches hat auch Markus Wasmaier 1988 erlebt und nun darüber gesprochen.
Dürrs Olympia-AlbtraumSki-Legende erinnert sich an eigenes Drama: „Völlige Leere“
Viel bitterer kann man bei den Olympischen Winterspielen eigentlich gar nicht ausscheiden!
Nach dem ersten Lauf sah alles nach einer deutschen Medaille aus, denn Lena Dürr und Emma Aicher lagen aussichtsreich im Rennen. Doch im entscheidenden Finale kam die brutale Ernüchterung. Während Aicher am Ende einen soliden neunten Rang belegte, war für Dürr das Rennen blitzschnell vorbei. Sie verpasste direkt das erste Tor und schied aus – der große Traum von einer Medaille war geplatzt.
Markus Wasmaier spricht über Dürrs Olympia-Drama
Diese dramatischen Momente riefen bei einem anderen Ski-Helden sofort bittere Erinnerungen hervor: Markus Wasmeier. Er musste in Calgary im Jahr 1988 ein ganz ähnliches Fiasko durchstehen. In seiner Paradedisziplin, dem Super-G, schied er als haushoher Favorit ebenfalls direkt am ersten Tor aus.
Wasmeier konnte sich sofort in Dürr hineinversetzen: „Das ist der Super-GAU, wenn das so passiert. Es tut mir furchtbar leid für sie und ich wünsche ihr, dass sie da gut drüber hinwegkommt.“ Das berichtet „Bild“.
Der Schock sitzt tief, das kennt Wasmeier aus eigener, schmerzhafter Erfahrung. Über das Gefühl unmittelbar nach dem Ausfall sagt er: „Man steht dann da und es ist völlige Leere. Man weiß eigentlich selber nicht, was passiert ist.“ Statt als Held gefeiert zu werden, musste der damals 24-Jährige viel Spott und Häme einstecken.
Eine schwere Phase, die für ihn aber „eine der größten Lehrstunden“ seines Lebens war. Er hofft für Dürr, dass die Unterstützung ihrer Liebsten ihr jetzt Kraft gibt: „Vielleicht ist es ganz gut, dass bei Lena der Heimweg nicht so weit ist, dass sie bald wieder bei der Familie ist, die sie aufmuntern kann.“
Doch Wasmeiers sportliche Laufbahn nahm sechs Jahre nach dem Fiasko von Calgary doch noch eine goldene Wendung. Bei den Winterspielen in Lillehammer kam sein großer Moment. Nach einem enttäuschenden Rang 36 im Abfahrtsrennen fuhr er im Super-G sensationell zu Gold.
Und es kam noch besser: Sechs Tage darauf legte er im Riesenslalom nach und sicherte sich seine zweite Goldmedaille. Bis heute ist er der einzige deutsche Alpin-Rennläufer, der bei den gleichen Olympischen Spielen einen solchen Doppeltriumph schaffte. (red)
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