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Von Arzt begleitetMacht sie sonst nie: ZDF-Reporter wundert sich über Preuß

Ein echter Albtraum für Franziska Preuß! Erneut versagen der deutschen Biathletin beim Stehendschießen die Nerven. Im Anschluss verlässt sie wortlos das Stadion.

Die bittere Geschichte wiederholt sich! Am Schießstand versagen Franziska Preuß (31) in der Staffel erneut die Nerven. Das kostet die deutsche Mannschaft wohl die olympische Medaille, die absolut möglich gewesen wäre.

Dabei hatte es so gut angefangen: Die Biathletin blieb im Liegendschießen ohne Fehler und katapultierte das DSV-Team damit sogar an die Spitze des Feldes.

Preuß-Drama: „Sie fällt jetzt gerade einfach tief“

Doch beim Stehendanschlag nahm das Unheil seinen Lauf. Preuß schoss mehrfach daneben, musste nach drei Nachladern sogar in die Strafrunde. Der Medaillentraum war ausgeträumt. Am Boden zerstört übergab sie als Elfte an Janina Hettich-Walz (29).

Nach diesem erneuten Olympia-Frust wollte Preuß einfach nur noch verschwinden. Sie war die einzige der vier deutschen Athletinnen, die die Arena in Antholz verließ, ohne mit dem ZDF zu sprechen. Das berichtet „bild.de“.

„Normalerweise ist Franziska Preuß auch nach Rennen, die nicht so gelaufen sind, immer hier vorbeigekommen und hat erzählt, wie es ihr ergangen ist. Warum ging das heute nicht?“, fragte ZDF-Reporter Nils Kaben den Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling. Der antwortete: „Ich habe sie wirklich nur kurz gesehen. Wir haben nur gesagt, wir reden später. Unser Arzt war mit dabei. Sie fällt jetzt gerade einfach tief, das muss man ihr auch zugestehen. Ich glaube, das ist menschlich.“

TV-Kameras zeigten Preuß, wie sie mit ihrer Tasche und an der Seite von Teamarzt Dr. Jan Wüstenfeld das Gelände verließ. 

Das ZDF zeigte später Bilder von Preuß, während Schlussläuferin Vanessa Voigt (28) noch unterwegs war. Ein kurzes Lächeln blitzte auf, doch dann vergrub sie ihr Gesicht in den Händen. Ihre Teamkollegin Julia Tannheimer (20) tröstete sie und streichelte ihren Rücken.

Voigt äußerte sich nach dem Wettkampf: „Klar, mein Rennen war gut. Aber wir wollten eine Medaille. Das schmerzt sehr, dass wir leer ausgehen.“ Zu der untröstlichen Preuß sagte sie: „Es ist immer schwierig. Die eine braucht den Trost, die andere braucht Abstand. Klar, man will immer helfen, aber manchmal ist man auch ratlos.“

Dabei hatte das Team im Vorfeld noch versucht, den enormen Druck von Preuß’ Schultern zu nehmen. Bitterling erläuterte den Entschluss, sie an Position zwei anstatt als Schlussläuferin aufzustellen: „Bei Franzi ging es bewusst darum, sie aus der Situation herauszunehmen, in der sie zuletzt ein-, zweimal gestruggelt hat.“ Die Taktik schien zunächst auch zu funktionieren. Denn Startläuferin Tannheimer wechselte auf einem hervorragenden zweiten Platz auf Preuß.

Janina Hettich-Walz (29) kämpfte sich nach dem Rückschlag mit einer tollen Aufholjagd zurück und brachte die deutsche Staffel auf Position fünf. Die als Schlussläuferin eingesetzte Voigt lieferte eine tadellose Leistung ab, blieb ohne Fehler und sicherte dem Team damit letztlich den vierten Rang. Der Sieg ging überlegen an Frankreich, Silber holte sich Schweden und Bronze ging an Norwegen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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