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Kampfansage an KölnBerlin will Olympia und rechnet sogar mit 420 Millionen Gewinn

Pk nach Olympia-Präsentation im Berliner Senat

Copyright: Annette Riedl/dpa

Kai Wegner (l) und Iris Spranger haben das Olympiakonzept vorgestellt.

Olympia-Kampf: Berlin fordert Köln mit Milliarden-Plan.

Berlin will die Olympischen Spiele – und macht jetzt richtig Druck. Mit einem Milliarden-Plan und der Aussicht auf einen satten Gewinn will die Hauptstadt ihre Mitbewerber ausstechen. Das ist eine direkte Herausforderung für die Kandidatur der Rhein-Ruhr-Region mit Köln.

Der Berliner Senat hat sich geschlossen hinter das Olympia-Vorhaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) positioniert. Der Plan „Berlin+“ für eine Kandidatur für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 wurde von Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) enthüllt. Die kühne Aussage: 97 Prozent der erforderlichen Sportanlagen existieren bereits.

Die Ausgaben für die Durchführung der Spiele veranschlagte Spranger mit 4,82 Milliarden Euro. Dem sollen Einnahmen von 5,24 Milliarden gegenüberstehen. Das würde einen beachtlichen Überschuss von rund 420 Millionen Euro bedeuten, der „für die Berliner Schulen und den Breitensport“ genutzt werden soll, wie die Senatorin erklärte.

Berlin gegen Köln: Wer sichert sich die Spiele für Deutschland?

„Wir sind überzeugt, dass Spiele in Berlin ein Gewinn wären – weit über den Sport hinaus“, erklärte der Regierende Bürgermeister Wegner voller Zuversicht. „Olympische und Paralympische Spiele können unserer Stadt wichtige Impulse geben und Deutschland als modernen und verlässlichen Gastgeber präsentieren.“

Mit dieser Botschaft startet Berlin in die nationale Vorausscheidung. Die Konkurrenz ist stark: Neben der Metropole bewerben sich München, Hamburg sowie die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Mittelpunkt. Am 26. September fällt die Vorentscheidung: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gibt dann bekannt, welchen Kandidaten er dem Internationalen Olympischen Komitee präsentieren wird.

Goldene Rampe und eine Pyramide auf dem Tempelhofer Feld

Berlin möchte aber nicht allein mit Sportanlagen überzeugen, sondern die gesamte Metropole in eine olympische Arena verwandeln. Die Vorhaben klingen beeindruckend: Das Brandenburger Tor soll von Westen aus über eine golden schimmernde Rampe zugänglich werden. Überall in der Stadt sollen die farbigen Olympia-Ringe erstrahlen.

Und das ist noch nicht alles: Für das Tempelhofer Feld ist eine goldfarbene Zuschauertribüne in Pyramidenform angedacht. „Der olympische Parcours wird das sichtbare Zeichen für die Verbindung von Sport, Kultur und Stadtgesellschaft“, erläuterte Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin. Dieser soll vom Olympiastadion bis zum Tempelhofer Feld führen und so „Olympia zu einem Erlebnis für alle“ machen.

Keine Abstimmung in Berlin – im Gegensatz zu NRW

Ein wesentlicher Unterschied zu den anderen Kandidaten sorgt jedoch für Aufsehen: In Berlin ist keine Volksabstimmung über die Olympia-Bewerbung geplant. Während in München und NRW bereits klare Mehrheiten in Referenden für die Spiele votierten und Hamburg Ende Mai abstimmen lässt, trifft in der Hauptstadt die Politik die Entscheidung allein. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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