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Leichtathletik-WM Doping-Wirbel: Gold-Favorit kurz vor Wettkampf suspendiert

Garret Scantling (M.) bei Olympia mit Kolleginnen und Kollegin vom Team USA auf der Laufbahn. Scantling verpasst die Leichtathletik-WM wegen Doping-Ermittlungen

Garret Scantling (M.), hier am 5. August 2021 bei Olympia mit Kolleginnen und Kollegin vom Team USA, verpasst die Leichtathletik-WM wegen Doping-Ermittlungen

Doping-Wirbel bei der Leichtathletik-WM: Lokalmatador Garret Scantling, einer der Favoriten auf Gold im Zehnkampf, wurde von der US-Anti-Doping-Behörde wegen laufender Ermittlungen suspendiert.

Der WM-Traum vom Titel im eigenen Land ist für den derzeit besten Zehnkämpfer der Welt geplatzt. US-Leichtathletik-Star Garret Scantling (29) geht bei den Titelkämpfen in Eugene nicht an den Start, nachdem ihn die US-Anti-Doping-Agentur kurz vor den Wettkämpfen aus dem Verkehr gezogen hatte.

Am Donnerstag (21. Juli 2022) informierte die Usada über die vorläufige Suspendierung von Scantling, der mit 8867 Punkten die Weltjahresbestenliste anführt. Schon im Vorlauf der Weltmeisterschaft hatte seine Nicht-Nominierung für Aufsehen gesorgt, jetzt ist klar, dass mögliche Doping-Verstöße dafür verantwortlich sind.

Leichtathletik-WM: US-Star von Doping-Ermittlung ausgebremst

Nach Angaben der Usada hat Scantling eine vorläufige Suspendierung mit Wirkung vom 21. Juli wegen möglicher Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln bezüglich Aufenthaltsort und Manipulation akzeptiert. Er habe auch zugestimmt, dass dies öffentlich gemacht werde.

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Der mögliche Verstoß wegen Manipulation sei auf das Verhalten von Scantling während einer Untersuchung seines dritten möglichen Meldepflichtverstoßes zurückzuführen, hieß es in der Mitteilung.

Im Rahmen der vorläufigen Suspendierung sei es Scantling bis zur Klärung seines Falles untersagt, an Wettkämpfen teilzunehmen, die unter die Zuständigkeit des Weltverbandes, des US-Verbandes oder des Olympischen und Paralympischen Komitees der USA fallen.

Leichtathletik-WM: Niklas Kaul hofft auf Medaille im Zehnkampf

„Daher wird er bei der Leichtathletik-WM in Eugene, Oregon, nicht im Zehnkampf antreten“, teilte die Usada mit. Titelverteidiger bei der WM ist der Mainzer Niklas Kaul (24), dessen Medaillen-Aussichten durch den Ausfall des formstarken Konkurrenten weiter untermauert wurde.

Zehnkampf-Bundestrainer Christopher Hallmann (39) macht zumindest aus der Hoffnung auf Edelmetall keinen Hehl. „Beim Höhepunkt war er immer in Topform. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch dieses Jahr so sein wird“, sagte Hallmann am Freitag (22. Juli): „Es kann auch eine Saison werden, die Richtung Sternschnuppe geht. Das wünsche ich ihm auch.“

Kaul war bislang nur schwer in Form gekommen, den ersten Mehrkampf in Ratingen musste er verletzt abbrechen. Beim Meeting in Götzis/Österreich konnte er 8303 Punkte holen, womit er auf dem 13. Platz der Weltjahresbestenliste liegt. Beim WM-Triumph hatte er seine aktuell noch gültige Bestleistung von 8691 Punkten aufgestellt. (bc/dpa)

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