Skandal-Spiele in Vegas: Deutscher Ex-Star will abkassieren.
Irre Doping-SpieleAuch zwei Deutsche starten bei umstrittenem Event in Las Vegas

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Wenn Doping nicht verboten, sondern erwünschtes Mittel zu «Weltrekorden» wird. (Archivbild)
Doping-Wahnsinn in Vegas: Deutscher Ex-Champion jagt die Skandal-Millionen!
Keine Tests, keine Regeln, keine Gnade. In Las Vegas starten die „Enhanced Games“, ein Wettkampf, bei dem Doping nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist. Es geht um unfassbare Rekorde und Millionen-Prämien. Mit dabei: zwei Athleten aus Deutschland.
Das Credo der Veranstalter ist eine klare Ansage an die Sportwelt: „Das menschliche Potenzial in Übermenschlichkeit verwandeln“. Am kommenden Wochenende wird diese Vision in der Resorts World von Las Vegas zur Show. Insgesamt 42 Sportlerinnen und Sportler, darunter der wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Meldepflicht gesperrte Ex-Sprint-Weltmeister Fred Kerley, wollen die Grenzen des Sports neu definieren.
Deutscher Ex-Europameister spricht Klartext: Es geht ums Geld
Einer der beiden Deutschen ist der frühere Schwimm-Europameister Marius Kusch (33). Er macht aus seiner Motivation keinen Hehl. „Schwimmen war mein Leben für viele Jahre“, erklärt er. „Aber die Wahrheit ist, dass mir der Sport nie die finanzielle Stabilität gegeben hat, um mir eine Zukunft aufzubauen. Die Wirklichkeit war immer eine Herausforderung.“ Jetzt wolle er seiner Familie etwas zurückgeben. Der zweite deutsche Starter ist der hierzulande kaum bekannte Sprinter Michael Bryan.

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Einer von zwei Deutschen bei den Enhanced Games: Marius Kusch. (Archivbild
Die Macher: Ein Milliardär, ein Ex-Banker und Trumps Sohn
Hinter den umstrittenen Spielen steht der Australier Aron D'Souza, der den Anti-Doping-Kampf für heuchlerisch hält. An seiner Seite agieren der Münchner Ex-Investmentbanker Maximilian Martin als Geschäftsführer und der deutsche Milliardär Christian Angermayer als Vorstandschef. Die Investorenliste liest sich wie ein Who's Who der Tech- und Finanzwelt: Paypal-Gründer Peter Thiel und Donald Trump Jr. sind ebenfalls an Bord.
Testosteron per Klick und Millionen für Rekorde
Zum Geschäftsmodell gehört auch der Verkauf von leistungssteigernden Mitteln. Im Online-Shop der Spiele gibt es Testosteron oder Wachstumshormone zu kaufen. Den Athleten werden Substanzen wie Steroide, Epo und Meldonium unter ärztlicher Aufsicht verabreicht. Gekämpft wird in Schwimmen, Leichtathletik und Gewichtheben um einen Preisgeld-Topf von 25 Millionen US-Dollar. Wer einen Weltrekord bricht, kassiert eine Million.
„Moralisch absolut verwerflich“: Sportwelt ist entsetzt
Die Reaktionen aus der etablierten Sportwelt sind vernichtend. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) stellt klar, dass Teilnehmer sich „außerhalb der Gemeinschaft des Sports“ positionieren. Die Vereinigung Athleten Deutschland warnt vor der „Ausbeutung von Athletinnen und Athleten“. Die Welt-Anti-Doping-Agentur verurteilt das Konzept als „gefährliches und unverantwortliches“ Spektakel. Am deutlichsten wird Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland: „Ein Wettbewerb, der gezielt auf den Einsatz von Dopingmitteln setzt, ist ethisch und moralisch absolut verwerflich.“ (dpa/red)
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