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„Die Depression ist zurück“Olympia-Held Jonathan Hilbert steigt aus dem Leistungssport aus

Jonathan Hilbert

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Der deutsche Geher Jonathan Hilbert leidet erneut an einer Depression. (Archivbild)

Olympia-Held Hilbert kämpft erneut gegen Depressionen

Was für eine mutige und wichtige Botschaft! Deutschlands Geher-Ass Jonathan Hilbert (31) legt eine Pause vom Leistungssport ein. Der Grund ist ernst: Er kämpft erneut gegen eine schwere Depression.

Der deutsche Geher hat über Instagram bekannt gegeben, dass seine Depressionen wieder da sind. In einem sehr persönlichen Post schreibt er: „Die Depression ist zurück und ich muss vorerst aus dem Leistungssport-Karussell aussteigen.“ Ein harter Schritt für den Mann, der 2021 in Tokio über 50 Kilometer sensationell Silber holte.

Schon seit Anfang des Jahres habe er gemerkt, dass etwas nicht stimmt. „Seit Januar habe ich wieder vermehrt Symptome wahrgenommen und dachte, ich kann es handeln und schaffe es, in der Therapie Gelerntes auch weiter alleine umzusetzen. Leider war dem nicht so“, so Hilbert ganz offen.

Diagnose „Schwere depressive Episode“: Hilbert jetzt in Behandlung

Die Gesundheit geht jetzt absolut vor. Deshalb hat Hilbert eine drastische Konsequenz gezogen: Für ihn wird es in diesem Jahr keine Wettkämpfe mehr geben. Der 31-Jährige erklärt: „Aktuell befinde ich mich wieder in Therapie, nehme Medikamente und kämpfe mit einer diagnostizierten ‚Schweren depressiven Episode‘“.

Ein Geständnis, das den enormen Druck im Profisport verdeutlicht. Hilbert beschreibt seinen inneren Konflikt: „Ich wollte es mir nicht eingestehen, wollte mich in meiner leistungssportlich konditionierten Denkweise durchbeißen und ja keine Schwäche zulassen und zeigen.“

Nach dem Olympia-Triumph kam der Absturz

Es ist nicht das erste Mal, dass der Top-Athlet diesen Kampf ausficht. Bereits im Vorjahr hatte Hilbert öffentlich gemacht, dass er nach seinem riesigen Erfolg bei Olympia in eine Depression gefallen war.

Die Erkrankung habe sich nach den Sommerspielen langsam eingeschlichen, so berichtete der Sportler damals. Nach seinem 16. Platz über 35 Kilometer bei der Leichtathletik-WM im Vorjahr offenbarte er, dass er durch schwere Zeiten gegangen sei. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er sich professionelle Unterstützung geholt.

Der gebürtige Thüringer blickt nun nach vorn. Für ihn gelte es jetzt, „einfach Mensch zu sein, wie Mensch zu denken und den Menschen in mir zu heilen“, so der Athlet. Ein Kampf, der mehr zählt als jede Goldmedaille. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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