Nach ihrem Halbfinal-Aus bei der Leichtathletik-EM macht Smilla Kolbe eine deutliche Ansage.
„Darf ich noch eine Sache sagen?“Interview schon vorbei – Leichtathletin wird deutlich

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Smilla Kolbe wollte nach ihrem Lauf noch etwas loswerden.
800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe wollte nach ihrem EM-Halbfinale noch etwas loswerden. „Darf ich noch eine Sache sagen?“, fragte sie im ZDF-Interview, als dieses eigentlich schon beendet war.
Anschließend verurteilte sie rassistische Hass-Kommentare im Netz gegen ihre Teamkollegen und richtete einen emotionalen Appell an die Fans.
„Wenn ich nicht so weiß wäre“: Deutsche Läuferin stellt sich gegen Hass-Kommentare
„Wir vertreten hier alle ein Land, Deutschland. Wir treten hier mit Fairness und Respekt irgendwie an. Das sind die Werte im Sport. Und ich erwarte das genauso von allen, die supporten und zuschauen“, sagte Kolbe.
Die 24-Jährige hatte in ihrem Halbfinale als Sechste um nur zwei Hundertstelsekunden den Endlauf am Freitagabend verpasst.
Doch das Rennen rückte schnell in den Hintergrund. „Ich freue mich extrem über den ganzen Support, den ich kriege“, sagte Kolbe und fügte hinzu: „Ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Das finde ich irgendwie erschreckend. Ich sehe das in anderen Kommentarspalten. Ich finde einfach, das ist nicht fair.“
Konkrete Teamkolleginnen oder Teamkollegen, die von den Hass-Kommentaren betroffen sind, nannte Kolbe nicht. „Das sieht man unter vielen Posts. Deswegen sage ich nicht mehr. Also ich will mich auch aufs Positive konzentrieren. Ich wollte es einfach nur loswerden, weil mir das extrem wichtig ist.“ (dpa/red)

