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Leichtathletik-EM Nach Gold-Lauf: Gina Lückenkemper in Klinik genäht – Staffel-Entscheidung gefallen

Die Leichtathletin Gina Lückenkemper jubelt mit der deutschen Fahne.

Gina Lückenkemper ist Europameisterin über 100 Meter! Am 16. August 2022 konnte sie sich im Finale im Olympiastadion München gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen.

Am Dienstagabend fiel der Startschuss für die Finals im 100-Meter-Lauf – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Und Gina Lückenkemper hat trotz Beschwerden Großes vollbracht!

Die Entscheidungen sind gefallen! Sowohl beim 100-Meter-Sprint der Herren als auch der Damen wurde am späten Dienstagabend (16. August 2022) je ein Europameister beziehungsweise eine Europameisterin ermittelt.

Für Begeisterung im Münchner Olympiastadion sorgte vor allem Gina Lückenkemper (25)! Beim Sprint der Damen benötigte Lückenkemper am Dienstag 10,99 Sekunden und ein unfassbares Fotofinish, um sich den Europameister-Titel zu sichern!

Gina Lückenkemper: Fotofinish entscheidet über Europameisterschaft

Ebenfalls mit 10,99 Sekunden landete nämlich die Schweizer Hallenweltmeisterin Mujinga Kambundji (30) auf Rang zwei. Dritte wurde die Britin Neita Daryll (25), die nur eine Hundertstelsekunde langsamer war.

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Direkt nach dem Lauf brach die in Hamm geborene Lückenkemper in Tränen aus, musste zudem behandelt werden, weil sie sich eine Platzwunde zugezogen hatte. Lückenkemper war unmittelbar nach dem Zielstrich gestürzt. Auf die Ehrenrunde ging sie mit einem dicken Verband am linken Bein, ließ sich von den begeisterten Fans feiern. Gold-Party in München.

Dann musste Gina doch noch wegen der Wunde ins Krankenhaus. Sie wurde mit acht Stichen genäht. Gina war tapfer und gab etwas Entwarnung: „Mission Händchenhalten war erfolgreich“, schrieb die 25-Jährige in ihrer Instagram-Story. „Darf wieder zurück ins Hotel.“ Der Deutsche Leichtathletik-Verband logiert im Münchner Norden, nicht weit entfernt vom Olympiastadion.

Leichtathletik-EM: Sorgen um Staffel-Start von Gina Lückenkemper

„Ich weiß noch nicht genau, woher die Wunde kommt. Ob vom Sturz oder etwas anderem. Aber mir geht es gut. Ich bin überglücklich und kann das alles noch gar nicht so richtig fassen“, sagte Lückenkemper.

Doch im deutschen Team macht man sich Sorgen, ob Gina Lückenkemper für die 4 x 100-Staffel zur Verfügung steht. Mit ihr wäre eine Gold-Chance da. Die erste Staffel-Entscheidung ist dann am Mittwoch gefallen: Sie wird in jedem Fall auf den Vorlauf am Freitag (19. August) verzichten müssen. Am Sonntag (21. August) stünde dann das Finale an. Vielleicht wird sie bis dahin fit. „Eine Garantie haben wir natürlich nicht. Aber ich möchte den Mädels auf jeden Fall den Rücken stärken können“, so Lückenkemper am Mittwoch (17. August).

Mit Tatjana Pinto, Rebekka Haase und Alexandra Burghardt hatte Lückenkemper bei der WM vor wenigen Wochen in den USA Bronze gewonnen. Vorlaufkandidatinnen anstelle von Lückenkemper sind Lisa Mayer (Wetzlar) und Lisa Nippgen (Mannheim).

„Ich bin euch so unfassbar dankbar“, brüllte Lückenkemper am Dienstagabend noch in Richtung der Tribünen des Olympiastadions und ergänzte im Interview: „In diesem Hexenkessel heute zu stehen, hat mich unfassbar motiviert.“ Anschließend offenbarte sie, dass ihr Finalstart wegen Oberschenkelbeschwerden zwischenzeitlich sogar auf der Kippe gestanden hatte.

Bei den Frauen hat Florence Griffith-Joyne (†38) den Weltrekord inne: 1988 brauchte sie in Indianapolis 10,49 Sekunden für die 100 Meter.

100 Meter: Marcell Jacobs ist schnellster Mann Europas

Bei den Männern holte sich der italienische Olympiasieger Marcell Jacobs (27) den ersten Platz. Er benötigte für die 100 Meter nur 9,95 Sekunden. Knapp hinter ihm kam der britischen Titelverteidiger Zharnel Hughes (27, 9,99 Sekunden) ins Ziel. Bronze sicherte sich dessen Landsmann Jeremiah Azu (21) mit 10,13 Sekunden.

Zum Vergleich: Bei der Leichtathletik-WM 2022 in Eugene im Bundesstaat Oregon (USA) siegte der US-Amerikaner Fred Kerley (26) auf 100 Metern mit 9,76 Sekunden. Weltrekordhalter über 100 Meter ist der Sprinter Usain Bolt (35) – er lief 2009 in Berlin 9,58 Sekunden. 

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