Für Mick Schumacher verlief der Start in die IndyCar-Serie nicht wie erhofft, unterkriegen lässt er sich aber nicht. Von seinen neuen Kollegen hat er schon einen neuen Spitznamen bekommen.
Neuer SpitznameMick Schumacher heißt in den USA jetzt „Twinkletoes“
Autor
Im IndyCar geht es für Mick Schumacher (26) Schlag auf Schlag!
Nach den beiden enttäuschenden Rennen in St. Petersburg (Erstrunden-Crash) und Phoenix (vom 4. Startplatz auf 18 durchgereicht, startet der RLL-Rookie am Sonntag (1 Uhr, 15. März 2026, Sky) auf dem neuen Stadtkurs in Arlington (Texas). Vorher sprach Mick im FOX-Podcast über seinen harzigen Saisonstart.
Mick Schumacher hat neuen Spitznamen bekommen
„Der Übergang vom metrischen in das angloamerikanische System bleibt für mich ein Kampf“, gibt Mick zu. Und auch die Umstellung von Formel-1- und WEC-Flitzer zum IndyCar-Boliden brauche seine Zeit: „Die IndyCar-Renner sind roher, haben keine Servolenkung. Ja, bei Gewicht, Power und Downforce unterliegt die IndyCar. Aber dafür ist der Firestone-Reifen beispielsweise einfacher zu managen.“
Doch Mick will nach seinem von Onkel Ralf Schumacher (50) als zu gefährlich und „unnötig“ kritisierten Wechsel nicht jammern, sondern sich durchsetzen: „Aber sonst kann ich nicht meckern. Natürlich war der frühe Ausfall beim Saisonstart in St. Petersburg kein Spaß, aber davon lassen wir uns nicht beirren. Das bewies das gute Oval-Qualifying in Phoenix. Der vierte Platz im Qualifying war natürlich großartig – aber genauso unerwartet. Vielleicht half mir ein bisschen Naivität, ein bisschen Ahnungslosigkeit, um während dieser Situation zu bestehen. So oder so gab mir das Team das nötige Auto dafür. Im Rennen ist dann vieles anders.“
Da Mick noch das Reifenflüster-Gefühl aus der Formel 1 verinnerlicht hat, bekam er von den Indy-Kollegen einen witzigen Spitznamen verpasst: „Twinkletoes“, der Leichtfüßige. Mick schmunzelnd: „So lernt es ein Fahrer eben in Europa, das bleibt jedoch genauso hier mein Vorteil. Ironisch ist, dass mein Teamkollege Graham Rahal Big Foot genannt wurde, weil er immer so hart in die Pedale trat.“
Auf die Frage, welche Renndisziplin ihn nun noch reize, antwortete er schnell: „Dank des Race of Champions fuhr ich bereits ein Rallycross-Auto. Jetzt will ich so eines mal in dem richtigen Rennumfeld bewegen. Mattias Ekström hat mich mit seiner Fahrzeugbeherrschung damals sehr beeindruckt.“
Und dann kam natürlich noch die Frage, wie Mick die Herausforderung des riesigen Nachnamens damals angenommen hatte. „Ich liebte seine Tipps!“, erinnerte sich der junge Schumacher auf Anhieb. „Meine Familie hat sich aber bemüht, dass ich so geschützt wie möglich aufwachsen konnte. Deswegen trug ich bis zur Formel 4 den mütterlichen Geburtsnamen. Jeder an der Kartstrecke wusste, wer ich bin, aber niemand von außerhalb.“
Das ermöglichte Mick eine Kindheit, die viele andere Rennfahrersöhne so nie haben sollten: „Erst als ich 15 Jahre alt war, drangen Bilder von mir an die Öffentlichkeit. Meine Kart-Jugend blieb unbeschwert.“ Sichtbar dankbar ergänzte er: „Mein Vater hat mir das ermöglicht, hierfür hat er sich sehr viel Mühe gegeben.“ Mick sah keinen Unterschied zu den anderen Kindern im Fahrerlager.



