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RWE verschont legendäres Kulturgut Michael Schumachers Kerpener Kartbahn ist gerettet

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Die Kartbahn von Michael Schumacher in Kerpen-Manheim wird nun doch nicht von RWE weggebaggert.

Kerpen – Endlich eine gute Nachricht für Michael Schumacher (51) und seine Frau Corinna (50). Es ist das Wunder, auf das viele Fans  seit Jahren gehofft haben: Seine altehrwürdige Kartbahn in Kerpen-Manheim fällt nun doch nicht den RWE-Braunkohlebaggern zum Opfer.

Der Erftlandring, Sportstätte von 550 Mitgliedern, kann nun vom Kartclub zurückgekauft werden. Das ist in erster Linie ein Verdienst der Umweltschützer, welche die Braunkohlebagger vor dem Hambacher Forst und der benachbarten Steinheide mit ihren Protesten stoppten.

RWE bestätigt die Kartbahn-Rettung

Mit dem „Hambi“ darf auch Schumis Kartbahn weiterleben.

RWE-Sprecher Guido Steffen bestätigt auf unsere Anfrage: „Unsere Planung sieht vor, den Restbereich der Steinheide innerhalb des heutigen Abbaubereichs nicht in Anspruch zu nehmen. Dies entspricht auch den Forderungen der nordrhein-westfälischen Landesregierung an RWE. Von daher gehen wir davon aus, dass die in der Steinheide gelegene Kartbahn erhalten werden kann.“

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Michael Schumacher 2009 in seinem Kart auf dem Erftlandring, der im Oktober 2020 weggebaggert werden sollte.

Darauf hatten wohl selbst die größten Schumi-Fans nicht mehr gehofft. Denn noch im Dezember hatte RWE betont: Die zur Abstützung der steil vor dem Hambacher Forst abfallenden Abbruchkante benötigten Abraummengen auch vom Kartbahn-Gelände zu baggern.

Noch im Dezember drohte das Aus

Das hatte RWE-Boss Rolf Martin Schmitz (62) gegenüber Club-Präsident Gerhard Noack (67) bestätigt: „Der Erhalt der Kartbahn hat keine Priorität.“ Dem Club drohte die Räumung im Oktober.

Hier lesen Sie mehr: Kartclub-Boss bestätigt das Kartbahn-Aus

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Kartclub-Präsident Gerhard Noack (l.) mit unserem Reporter Oliver Reuter auf dem Erftlandring in Kerpen-Manheim

Braunkohlebagger stoppen vor Naturschutzgebiet

Doch nun die Kehrtwende. Vor der im Bürgewald Steinheide gelegenen Kartbahn lässt RWE die Bagger stoppen. Das Naturschutzgebiet rund um die alte Kiesgrube und der darin gelegene Erftlandring bleiben unberührt.

Kartclub-Präsident Noack sagt dazu auf unsere Anfrage: „Bevor wir das nicht offiziell von RWE bestätigt haben, werden wir keinen Kommentar dazu abgeben. Natürlich freuen wir uns, wenn es so kommt.“

Hier lesen Sie mehr: Neue Hoffnung für Michael Schumachers alte Kartbahn.

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Der Energiekonzern RWE plant für die benötigten Abraummengen, den Ort Manheim-alt (graue Fläche im gelben Bereich) wegzubaggern. Michael Schumachers Kartbahn liegt rechts außerhalb des blau gepunkteten Verlaufs der neuen Oberkante.

RWE erklärt die Neuplanungen

RWE-Sprecher Lothar Lambertz bestätigt die Neuplanung auf unsere Anfrage: „Der Hambacher Forst bleibt stehen und der Tagebau Hambach wird früher beendet.“

Er erklärt die daraus folgenden Maßnahmen: „Um die Arbeitsböschungen im Tagebau dauerhaft standsicher herzustellen, werden erhebliche Abraummassen und Rekultivierungsmaterial benötigt. Die sind ganz überwiegend im Tagebau Hambach unter weiterer Inanspruchnahme des Vorfelds zu gewinnen.“

Lambertz präzisiert: „Um dies zu bewerkstelligen, ist die Abraumgewinnung außerhalb des Hambacher Forsts fortzusetzen. Dies betrifft aufgrund der Art und Beschaffenheit der geologischen Schichten sowie der räumlichen Verhältnisse in erster Linie den Bereich östlich des Hambacher Forsts.“

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Diese Bambini und Junioren des Kartclub Kerpen-Manheim warben im Dezember 2016 bei unserem Ortstermin für den Erhalt des Erftlandring.

Michael Schumachers Heimatort stirbt

Damit meint er die Fläche um den 11,74 km² großen Schumi-Heimatort Manheim-alt. Die inzwischen verlassenen Häuser werden demnächst den riesigen Baggern zum Opfer fallen. Die ehemals 1780 Einwohner sind bereits großzügig entschädigt worden und umgezogen.

Das galt auch für die Kartbahn und ihre Eigentümer. Dem Club gehörte ein Drittel, Michael Schumachers Familie zwei Drittel. Nach dem Verkauf schien das Aus für das 1980 erbaute Kulturgut besiegelt. Der Club sollte die Bahn im Oktober übergeben. Nun können er und die Schumacher-Familie ihren Erftlandring zurückkaufen.

Hier lesen Sie mehr: Schumacher-Club verteidigt den Kartbahn-Verkauf.

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So wie hier vor Jahren in Kerpen behalten Corinna Schumacher und die Fans ihren Michael in Erinnerung.

Schumacher-Familie und Kartclub können den Erftlandring zurückkaufen

RWE-Sprecher Steffen erklärt dazu: „Wir werden angesichts der neuen Situation an erster Stelle mit dem Kartclub sprechen. Weil wir mit der Umplanung noch am Anfang stehen und auch das Genehmigungsverfahren abwarten müssen, ist es zu früh für endgültige Festlegungen.“

Die Freude bei den Kartsportlern und der Familie Schumacher dürfte grenzenlos sein.