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Übergabe an RWE 2020 Mitglieder haben entschieden: Schumacher-Kartbahn wird verkauft

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Die Schumi-Kartbahn wird verkauft.

Kerpen – Das Ende der berühmten Schumi-Kartbahn in Kerpen-Manheim ist besiegelt.

„Die Mitglieder haben bei der Jahreshauptversammlung des Kartclubs Kerpen entschieden, das Entschädigungsangebot von RWE anzunehmen“, sagt Club-Sprecher René Köhler.

Die Summe für das 20-ha-Grundstück mit Werkstattgebäude und Gaststätte soll unter der ersten Schätzung von acht Millionen Euro liegen.

Wie von wir bereits im Januar berichteten (hier mehr zum Verkauf der Schumi-Kartbahn), ist die Übergabe des Areals an RWE Power für Oktober 2020 geplant. Dann rücken die Braunkohlebagger des Tagebaus Hambach an.

Alles zum Thema Ralf Schumacher

Wenn sie nicht doch noch von den Umweltaktivisten gestoppt werden, die im Hambacher Forst gerichtlich einen Rodungsstopp durchgesetzt haben.

Gerhard Noack und Ralf Schumacher suchten nach Alternativstandorten

Der BUND hat dem Kartclub bereits seine Unterstützung zugesagt, worauf der aber offenbar keinen Wert legt.

Präsident Gerhard Noack (65) und Jugendleiter Ralf Schumacher (42) hatten seit Jahren gemeinsam mit RWE nach einem Alternativstandort gesucht, das sei allerdings an Richtlinien der Bezirksregierung, Anwohnerprotesten und der ablehnenden Haltung der Stadt Kerpen gescheitert.

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Kartclub-Präsident Gerhard Noack (l.) in seinem Büro am Erftlandring in Kerpen-Manheim mit JEDI-Teamchef Marco Di Martino.

Warum sie allerdings nicht bis zum Ende des Bestandsschutzes 2020 alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um den Erftlandring zu erhalten und bereits jetzt den Mitgliedern zum Verkauf rieten, bleibt fraglich.

„Warum habt ihr nicht gekämpft?“

„Warum habt ihr nicht gekämpft?“, fragt Fanclub-Vorsitzender Reiner Ferling (65). Er findet: „Einfach aufgeben, das ist nicht im Sinne von Michael. Was nutzt euch das Geld wenn man keine Bahn hat? Das ist wie eine Fußballmannschaft ohne Fußballplatz. Hilfe wurde von allen Seiten angeboten.“

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Ralf Schumacher an der Kartbahn

Doch nun stehen die 550 Mitglieder (darunter 150 Kinder) ohne Sportstätte da. Die junge Fahrerin Anna Wendel appelliert an Noack: „Herr Noack, ein Denkmal verkauft man nicht. Bitte retten Sie die Bahn. Sie kennen doch so viele Leute. Wo sollen wir denn sonst fahren? Ich setze mich vor die Bagger, wenn die kommen. Meine Brüder machen auch mit. Keep Fighting!“

Ob ihr Appell doch noch gehört wird?

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