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Frentzen zum Schumi-Jubiläum „Michael hat Damon in die Ecke gedrückt“

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13. November 1994, Großer Preis von Australien in Adelaide: Michael Schumacher (vorne im Benetton) kollidiert mit Damon Hill (Williams).

Köln – Es ist ein Meilenstein in der deutschen Sport-Geschichte: Am 13. November 1994 wurde Michael Schumacher (50) zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister.

Nach einer Saison voll souveräner Siege und unglaublicher Skandale kollidierte der Kerpener im Herzschlag-Finale in Adelaide mit seinem englischen Rivalen Damon Hill (59).

Schumis Benetton war nicht mehr fahrbereit, er dachte, es sei aus. Doch als später auch Hills Williams ausfiel, war Schumi Weltmeister. Seine Freundin Corinna (50) rief ihm zu: „Michael, du bist es!“

Hier lesen: Erstes Interview: Corinna Schumacher bricht ihr Schweigen.

Zum Jubiläum erinnern sich Schumis Weggefährten an die legendäre 1994er-Saison. Einige kommen auch am RTL-Themenabend (Mittwoch, ab 20.15 Uhr) zu Wort.

Heinz-Harald Frentzen (52) war 1990 Schumis Kollege im Mercedes-Sportwagenteam. Da war der Mönchengladbacher noch mit Schumis späterer Frau Corinna liiert. Frentzen fuhr in der Saison 1994 in der Formel 1 für Sauber.

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Sauber-Pilot Heinz-Harald Frentzen mit Michael Schumacher in der Formel-1-Saison 1994

Frentzen sagt über...

...das Duell Michael Schumacher gegen Damon Hill:

Michael hat 1991/92, als  er in die Formel 1 eingeschlagen ist, die ganze F1-Welt gedreht. Ich kannte Michaels Fahrweise ja schon seit Kartzeiten, sie war viel aggressiver. Damon Hill war ja bereits gefühlt Anfang 40 und schon vom Alter her eher ein Gentleman Driver. Er war aber viel zäher, als es nach außen den Anschein hatte. Damon hatte natürlich als Weltmeister-Sohn extrem viel Druck und dann, als er die Chance hatte Nummer eins zu werden, kam Michael und hat gehörig Druck gemacht.

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Silverstone 1994: Michael Schumacher gibt WM-Rivale Damon Hill vor laufender Kamera eins auf die Mütze.

... Schumis Manöver gegen Hill, nach dem beide ausfielen und Schumi Weltmeister war:

Wir Fahrer wussten, dass es darauf ankommt. Michael musste nicht gewinnen, ein Ausfall wäre für ihn auch positiv. Die verschiedenen Optionen lagen in der Luft und einer wird wohl zugreifen.

Solche Diskussionen gab es schon im Kartsport. Es wurde mit harten Bandagen gekämpft und ging einfach darum, den anderen zu schlagen und schnell zu sein. Nach dem Rennen war die Kameradschaft wieder da. Da war es egal, ob du von einem abgeschossen wurdest. Du warst zwar sauer, aber man konnte das sehr gut trennen.

Und das war Michael wahrscheinlich auch egal. Weil letztendlich zählen die Ergebnisse auf der Strecke. Du musst die Leistung bringen und die hat der Michael ja auch gebracht und hat die anderen in die Ecke gedrückt.

Hier lesen: Schumi-Manager Willi Weber im Interview: „Wir werden Michael Schumacher wiedersehen“

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