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Das schmutzige Finale Rammt sich Verstappen gegen Hamilton zum Titel?

Max Verstappen und Lewis Hamilton stehen auf dem Treppchen. Hamilton steht allerdings höher.

Halten ordentlich Abstand: Max Verstappen und Lewis Hamilton (r.) bei der Siegerehrung am 5. Dezember 2021 beim GP von Jiddah.

Max Verstappen und Lewis Hamilton wollen beide den Weltmeistertitel der Formel 1. Ein Rennen ist noch zu absolvieren. EXPRESS.de erklärt, warum der Grand Prix von Abu Dhabi eine hitzige Wüstenschlacht wird.

Die Formel 1 hat ihr erhofftes Herzschlagfinale. Max Verstappen (24) und Lewis Hamilton (36) kommen punktgleich (369,5) nach Abu Dhabi (Sonntag, 14.10 Uhr, Sky). Das gab es in der Königsklasse erst einmal: 1974 setzte sich in Watkins Glen (USA) Emerson Fittipaldi (74) im McLaren gegen Clay Regazzoni (†67) im Ferrari durch.

Zum 30. Mal seit dem Formel-1-Start 1950 fällt die WM-Entscheidung im Finale. Das droht nach dem Gift-und-Galle-Rennen in Jeddah mit Fouls, Strafen und Beschwerden das schmutzigste seit dem 1997 in Jerez zu werden. Dort fuhr Michael Schumacher (52) seinem Titelrivalen Jacques Villeneuve (50) ins Auto und verlor deshalb alle WM-Punkte.

Die Zutaten für eine erneute Wüstenschlacht sind gegeben:

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1. Ausgangslage

Trotz der Punktgleichheit führt Verstappen dank 9:8-Siegen die WM an. Hamilton muss den Red-Bull-Heißsporn also auf jeden Fall auf der Strecke schlagen, um mit seinem 8. WM-Titel Schumacher als alleiniger Rekordweltmeister zu entthronen. Wenn beide ausfallen, ist Verstappen erstmals Weltmeister. Einen Extrapunkt für die schnellste Rennrunde bekommen nur die ersten Zehn.

Lewis Hamilton ist Max Verstappens Rennwagen auf den Fersen.

Spannendes Duell: Max Verstappen, der für Red Bull fährt, und Lewis Hamilton, der für Mercedes an den Start geht. Das Foto stammt vom 5. Dezember 2021.

2. Die Autos

Sie kämpfen mit gleichen Waffen. Hamilton glich die WM dank drei Siegen in Serie aus und ist mit seinem Mercedes-Raketenmotor (+20 PS) auch in Abu Dhabi Favorit. Doch trotz seines PS-Nachteils hätte Verstappen den Red Bull-Honda in Jeddah auf der Pole-Position gestellt, wäre er nicht in der letzten Kurve zu übermütig geworden.

Sollte ihm auf der umgebauten und kurvigeren Strecke in Abu Dhabi die Pole-Runde gelingen, hat er gute Chancen, eine Führung bis ins Ziel zu verteidigen. Auch mit einem taktischen Boxenstopp könnte er sich vor Hamilton setzen. Der Brite fürchtet eine Kollision: „Für ihn spielt es keine Rolle, wenn wir nicht ins Ziel kommen. Für mich schon.“ Rammt sich Verstappen etwa zum Titel?

3. Die Nerven

Hamilton betont zwar seit Wochen seine WM-Erfahrung, doch in Jeddah zeigte er in den entscheidenden Szenen Nerven. Beim Re-Start ließ er sich von Verstappen auf der Innenseite düpieren und beim Brems-Test in die Falle locken. Dass „Mad Max“ im Rennen eine Fünf-Sekunden-Strafe und nachträglich noch eine Zehn-Sekunden-Strafe für den Brems-Test erhielt, änderte an dessen zweiten Platz nichts.

Hamilton schäumte: „Er ist mit Sicherheit über dem Limit. Ich habe so viele Kollisionen mit ihm vermieden.“ Verstappen konterte („Lewis hat sich verschätzt“) und reizte ihn weiter. Er verweigerte ihm den Handschlag und auf dem Podium die Rosenwasser-Dusche („Es gab keinen Champagner, das war langweilig“) und das Siegerfoto. Zu Hamiltons Kritik sagte Verstappen nur: „Es ist mir egal, was die anderen sagen.“ Fazit: Diesem Burschen ist alles zuzutrauen.

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