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„Sicher, er ist glücklich“Schumi-Managerin fiebert Monza-Hommage entgegen

Gänsehaut-Alarm in Monza! Ferrari zollt Schumi Tribut. Auch dessen Managerin blickt voller Vorfreude auf die besonderen Momente.

Vor dem Italien-Grand-Prix wird es ganz besondere Momente geben. In Monza erweist Ferrari Michael Schumacher durch verschiedene Aktionen eine außergewöhnliche Anerkennung. Unter anderem wird Sebastian Vettel einen Boliden seines einstigen Idols steuern.

Zum 30. Jahrestag von Schumis erstem Triumph für die Scuderia spricht seine langjährige Managerin Sabine Kehm über eine Ära voller Emotionen, die eine Ikone formte.

Kehm verrät: „Liebe auf den zweiten Blick“

Diese Ehrung ist für Kehm ein zutiefst bewegender Augenblick. „Ferrari, Michael, Monza: Das ist ein Dreiklang, den jeder Formel-1-Begeisterte einfach liebt“, sagt sie in einem Interview mit „Sky“. Sie sei außerordentlich dankbar für diese Ehrung und meint überzeugt: „Ich bin sicher, er ist ganz glücklich darüber und ganz stolz darauf.“

Der Beginn bei dem italienischen Rennstall war allerdings alles andere als einfach. Kehm bezeichnet die Anfangszeit als „durchaus eine schwierige Verbindung“. Damals prallten die „sehr emotionalen Italiener“ auf den „doch sehr traditionsunbewussten Deutschen“. Den ganzen Kultstatus, den Ferrari in Italien genießt, habe Schumacher anfangs nicht verstanden und sei davon zunächst „ziemlich umgehauen“ gewesen.

Es wurde eine „Liebe auf den zweiten Blick“, erklärt Kehm. „Aber dafür war sie dann umso größer.“ Die gewaltige Passion der Tifosi und des Teams habe ihn am Ende mitgerissen und harmonierte perfekt mit seiner eigenen tiefen Verbundenheit zum Motorsport. Das wurde auch sichtbar, wie er jeden Sieg zelebrierte: „wie ein kleines Kind“.

Michael Schumacher wollte sich nie als der ferne Champion inszenieren, sondern stets ein Teil des Teams sein. „Er wollte immer einer von ihnen sein“, hebt Kehm hervor. Wie stark diese Bindung war, wurde bei seinem Abschied von Ferrari deutlich, als die Mechaniker ihm ein riesiges Foto mit einer klaren Widmung überreichten: „Du bist einer von uns.“

Das war exakt das, was er stets anstrebte und in jener Phase auch tatsächlich verkörperte. Dieser enorme Zusammenhalt festigte sich vor allem in den komplizierten ersten Jahren. 1996 war der Rennwagen als „wirklich total unterlegen“ eingestuft, aber Schumacher gelang es, drei Rennen zu gewinnen – eines davon ausgerechnet in Monza. Dadurch konnte er „ganz viele Skeptiker auf seine Seite“ ziehen.

Einzigartige Freundschaft mit Sebastian Vettel

Eine sehr spezielle Beziehung hatte Schumacher auch zu Sebastian Vettel. Kehm hat den jungen Vettel auf der Kartstrecke in Kerpen noch klar vor Augen. Michael habe dessen Werdegang stets „so ein bisschen hinter den Kulissen geguckt“, sehr zurückhaltend, um keinen Medienhype zu provozieren. Aus dieser anfänglichen Beobachtung wurde später „eine große Freundschaft. Eine echte.“

Nun wird Vettel in Monza eine Demonstrationsfahrt in einem von Schumachers historischen Boliden machen. Kehm fiebert dem Ereignis entgegen. „Diese alten Autos zu fahren, diese dicken, großen, lauten Motoren zu erleben, zu hören, das ist, glaube ich, bei jedem noch mit Gänsehaut verbunden.“ (red)

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