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Antonelli-Führung schmilztFerrari treibt Mercedes in Fehler – Hamilton träumt vom Titel

Der Brite Lewis Hamilton und die Scuderia Ferrari unterhalten sich mit dem Italiener Kimi Antonelli und dem Mercedes AMG Petronas F1 Team während einer Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Australien 2025 im Albert Park in Melbourne.

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Lewis Hamilton und Kimi Antonelli sind auf der Strecke Rivalen, verstehen sich neben der Strecke aber gut.

Der Titelkampf in der Formel 1 wird wieder spannender. Die Führung von Kimi Antonelli schmilzt, Lewis Hamilton träumt derweil vom Titel.

Wir haben wieder einen echten WM-Kampf. Ferrari treibt Motor-Primus Mercedes mit seinem hohen Entwicklungstempo in Fehler und feiert mit Charles Leclerc (29) seinen 250. Formel-1-Sieg – ausgerechnet an der Geburtsstätte in Silverstone.

Durch den erneuten Defekt am Silberpfeil von Kimi Antonelli (19) ging der WM-Führende erneut leer aus und büßt immer mehr seiner einst komfortablen WM-Führung ein. „Es tut weh“, räumte der Italiener nach zwei späten Boxenstopps und einer Fünf-Sekunden-Strafe wegen regelwidrigen Verlassens der Strecke ein. „Das ist wirklich nur schwer zu akzeptieren.“

Toto Wolff: „So kannst du nicht um eine WM fahren“

Katzenjammer auch bei Mercedes-Teamchef Toto Wolff (54). „Es ist der dritte Ausfall, bei drei Rennen, die wir hätten gewinnen können. So kannst du nicht um eine WM fahren, wenn du 75 Punkte leichtfertig liegen lässt“, schimpfte der Österreicher über die Defekte in Barcelona, Spielberg und Silverstone. Dadurch ist Kimis Vorsprung auf den zweitplatzierten Teamkollegen George Russell (28) auf 25 Punkte und den Dritten Lewis Hamilton (41) auf 32 Punkte geschrumpft.

Die Pannen kommen zur Unzeit, nachdem sich Wolff in Silverstone einen verbalen Schlagabtausch mit Ferrari-Pendant Fred Vasseur (58) über einen angeblich drohenden Verstoß gegen die Kostenobergrenze geliefert hatte („Fred geht schnell sehr leicht an die Decke, aber so ist es. Ich kenne ihn 25 Jahre“). Nach dem zweiten Ferrari-Sieg nach dem von Hamilton in Barcelona musste Wolff anerkennen: „Ferrari ist ein echter Gegner.“Auch Russell weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Wir liefern uns ein enges Duell mit Ferrari. Es geht also nicht nur um Kimi und mich – auch Lewis ist noch ganz nah dran.“

Die Scuderia feierte den 250. Sieg in Feindesland euphorisch. Der bisherige Dauer-Pechvogel Leclerc jubelte: „Ich hatte das Gefühl, dass ich zwischen dem Sprintrennen und dem Qualifying was gefunden hatte. Das musste ich bestätigen und das Gefühl war tatsächlich wieder da. Ich bin so unglaublich froh.“

Auch Hamilton gab sich „zutiefst beeindruckt“ von der Entwicklung seines Teams, das noch in Miami nur vierte Kraft hinter Mercedes, Red Bull und McLaren war. Er glaube, dass Beständigkeit den Unterschied machen kann, sagte der Brite: „Für uns wird es entscheidend sein, die Punkte zu maximieren und unser Bestes zu geben – selbst wenn wir nicht gewinnen können.“

Der Traum vom ersten Fahrertitel seit 2007 (Kimi Räikkönen) lebt – und alles deutet auf einen neuerlichen Showdown zwischen Rot und Silber hin. Schon beim letzten Titelkampf zwischen Silber und Rot in den Jahren 2018 und 2019 war der Rekordweltmeister ein Protagonist und damals im Silberpfeil erfolgreich gegen Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (38). Jetzt nährt er die Titelhoffnungen der Tifosi.

Zum Jubiläumssieg ließ Ferrari mehrere Idole auf einer Fotomontage verschmelzen: Eingerahmt von Michael Schumacher (57), Alberto Ascari (+36) und Niki Lauda (+70) ballten Leclerc und Hamilton die Faust. Eines haben die Ikonen ihnen aber noch voraus: einen WM-Titel in Rot.

Keine Rolle mehr im WM-Kampf spielt Vierfach-Champion Max Verstappen (28). Der im Kiesbett gestrandete Niederländer motzte über seinen Red Bull RB22: „Das ist das schlimmste Auto, das ich je gefahren bin. Wir haben so viele Probleme und sind eigentlich natürlich viel zu langsam.“ Teamchef Laurent Mekies (49) versuchte, die Wogen zu glätten: „Wir entschuldigen uns bei ihm. Wir holen das Auto zurück und versuchen zu erkennen, was da los war. Es war eindeutig irgendein Problem am Heck und er hatte keine Chance.“

Max Verstappen ist gut gelaunt und sorgt in der Formel 1 wieder für mächtig Spannung.
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