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Heißes PS-WochenendeFormel 1 im Doppelpack – Mick-Premiere bei Prestige-Rennen

Die Formel 1 feiert in Kanada einen Doppelpack mit Sprint und Rennen, im Nachbarland stellt sich Mick Schumacher am Wochenende der Herausforderung Indy500.

An Pfingsten steht uns ein heißes PS-Wochenende ins Haus. Nach dem turbulenten 24-Stunden-Rennen am Nürburgring mit seiner Rekordkulisse von 352.000 Zuschauern geben die Piloten nun wieder in ihren Rennserien Gummi.

Die Formel 1 rast über die High-Speed-Strecke in Montréal, Mick Schumacher (27) gibt sein Debüt beim legendären Indy500 und die DTM sowie das ADAC GT Masters gastieren in Zandvoort. EXPRESS.de erklärt die heißesten Duelle.

Formel 1 gastiert auf der Vollgas-Insel

Aus der Grünen Hölle auf die Vollgas-Insel im Sankt-Lorenz-Strom: Nach seinem, durch einen Defekt an seinem GT3-Mercedes, verlorenen Nürburgring-Sieg will Max Verstappen (28) in Montréal dem führenden Silberpfeil-Jungspund Kimi Antonelli (19) ordentlich einheizen.

Und auf dem Circuit Gilles Villeneuve gibt es sogar die doppelte Dröhnung. Vor dem Grand Prix am Sonntag (24. Mai 2026, 22 Uhr, Sky) steigt am Samstag (23. Mai 2026, 18 Uhr) noch das dritte Sprintrennen der Saison.

Die Ausgangslage: Alle jagen Kimi. Der junge Italiener hat mit seinem Doppel-Hattrick aus Pole-Position und Sieg in Shanghai, Suzuka und Miami nicht nur einen Rekord aufgestellt und sogar Michael Schumacher (57) übertrumpft, sondern sich auch zur neuen Nummer eins bei Mercedes und zum WM-Favoriten aufgeschwungen.

So sieht es auch Sky-Experte Ralf Schumacher (50): „Mein Favorit ist Antonelli. Er sitzt im besten Auto, hat seinen Teamkollegen George Russell komplett deklassiert und möchte einfach der Schnellste sein. Er muss sich nicht so unter Druck setzen.“ Im Gegensatz zu Russell, der mit sich hadere: „Wenn dein Teamkollege schneller ist, willst du mit aller Gewalt dahin und das merkt man gerade: Er verkrampft.“

Ganz im Gegensatz zu Verstappen. Der „fliegende Holländer“ fuhr trotz der Enttäuschungen über seinen zu „unfahrbaren“ Red Bull RB22 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring der versammelten GT3-Elite um die Ohren und will sicher auch dem jungen Kimi zeigen.

Ralf würde den Vierfach-Weltmeister niemals abschreiben: „Max ist natürlich eine Sonderklasse, da muss man aber abwarten, ob Red Bull das Auto noch entscheidend verbessern kann.“

Mick Schumacher feiert Premiere beim Indy500

Ralfs Neffe Mick steht in seiner bisher enttäuschend verlaufenden Rookie-Saison vor der größten Bewährungsprobe: den 500 Meilen von Indianapolis (Sonntag, 24. Mai 2026, 18.30 Uhr, Sky). Schumis Sohn ist der erste deutsche Starter auf dem berühmten „Brickyard“ seit 103 Jahren, hat aber keinerlei Siegchancen.

Nach dem erneut harzigen Qualifying am Vorwochenende startet er im 33er-Feld nur von Rang 27 und weiß, wie schwer das Überholen auf dem High-Speed-Oval ist: „Hinter einem Auto leidest du wegen der Luftverwirbelung. Und dann ist es eben verdammt schnell. Wir fahren 360, 370 km/h und versuchen dabei noch, ein paar Autos zu überholen.“

Angst vor einem schweren Unfall, wie ihn Onkel Ralf in seiner Formel-1-Karriere zweimal erlebte, habe er vor den 200 Vollgas-Runden entlang der Betonmauern aber nicht: „Man muss Respekt haben, aber es ist auch sicherer geworden. Am sichersten ist man immer noch zu Hause auf der Couch, aber da macht es nicht so viel Spaß.“

DTM mit Nürburgring-Sieger Maro Engel

Zum GT3-Spektakel in Zandvoort kommt Spitzenreiter Maro Engel (40) mit dem Nürburgring-Sieg im Gepäck, den er nach dem Defekt am Verstappen-Auto abstaubte.

Nach den Auftaktrennen in Spielberg führt der Schumi-Kumpel vor Mercedes-Kollege Lucas Auer (31), BMW-Altmeister Marco Wittmann (36) und Thomas Preining (27) im „Grello“-Porsche, der in der Grünen Hölle auf einer Ölspur in die Leitplanke gerutscht war.

Valtteri Bottas und Sergio Pérez
„Das war ziemlich wild“
F1-Star Bottas wird in Miami der Dienstwagen geklaut