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Fragwürdige Aussagen über Rassismus Formel 1 distanziert sich von Ex-Boss Ecclestone

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Bernie Ecclestone, hier beim Grand Prix in Österreich am 29. Juni 2019, hat mit einer fragwürdigen Einschätzung zum Thema Rassismus für Verwunderung gesorgt.

London – Der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (89) sieht in der Motorsport-Königsklasse kaum Bemühungen im Kampf gegen Rassismus.

Gleichzeitig irritierte Ecclestone selbst mit einer fragwürdigen Einschätzung zum Thema.

Bernie Ecclestone kritisiert Formel 1 und verwirrt mit Rassismus-Statement

„Niemand hat sich vorher darum gekümmert. Sie sind zu beschäftigt damit, Rennen zu gewinnen oder Sponsoren zu finden oder so“, sagte der Brite im Interview mit „CNN Sport“. Er sehe die Formel 1 allerdings nicht als rassistisch an.

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Stattdessen sagte er: „In vielen Fällen sind Schwarze rassistischer als Weiße.“ Als Erklärung für seine zweifelhafte Aussage führte Ecclestone Dinge an, die ihm „im Laufe der Jahre aufgefallen sind“. Dass Statuen im Zuge der Black Lives Matter-Demonstrationen demontiert wurden, bezeichnete er als „völlig dumm“.

Formel 1 distanziert sich nach Rassismus-Aussage von Bernie Ecclestone

Die Formel 1 distanzierte sich umgehend von Ecclestone und seinen Aussagen. „In einer Zeit, in der Einigkeit nötig ist, um Rassismus und Ungerechtigkeit zu bekämpfen, widersprechen wir entschieden den Aussagen von Bernie Ecclestone, die keinen Platz in der Formel 1 oder der Gesellschaft haben“, heißt es in einem Statement. Ecclestone habe keine Rolle in der Formel 1 gespielt, „seit er sie im Jahr 2017 verlassen hat“.

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Weltmeister Lewis Hamilton (35) kassierte derweil ein großes Lob von Ecclestone für sein Engagement gegen Rassismus. Seine Kampagne für Schwarze sei „wunderbar. Lewis ist etwas Besonderes“, sagte Ecclestone: „Er macht einen tollen Job, und es sind solche Menschen, denen die Leute zuhören.“

Bernie Ecclestone glaube nicht an Wandel durch Lewis Hamiltons Engagement

Dass die von Hamilton in Lebens gerufene Diversity-Kommission zu mehr Vielfalt beitragen wird, glaubt Ecclestone nicht. Er gehe nicht davon aus, „dass es der Formel 1 etwas Schlechtes oder Gutes bringen wird“, sagte er.

Die Erfahrungen von Hamilton mit Diskriminierung im Motorsport haben Ecclestone „überrascht“. Er sei „wirklich unglücklich“, sollte Hamilton „es ernst genommen haben. Ich dachte nicht, dass es ihn beeinflusst hätte“, erklärte er.

Bernie Ecclestone geriet in der Vergangenheit immer wieder in Erklärungsnot

Ecclestones Rassismus-Aussagen sind bei weitem nicht die ersten öffentlichen Einschätzungen, die den einstigen Formel-1-Boss in Erklärungsnot bringen. 2009 hatte er in einem Interview Politiker mit Adolf Hitler verglichen und gleichzeitig geäußert, dass er Hitler nicht als Diktator empfunden habe.

Zwei Jahre zuvor war ihm vorgeworfen worden, in den Wahlkampf im spanischen Valencia eingegriffen zu haben. Vor dem Bau der dortigen Formel-1-Strecke hatte er die Realisierung des Projekts an die Wiederwahl der regierenden Partei „Partido Popular“ geknüpft, obwohl das Geschäft zuvor bereits ausgehandelt worden war. (sid/bc)

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