Ein Titelkampf in Köln endet im Chaos: Fäuste fliegen nicht nur im Kampf, sondern auch danach – mitten im Ring.
Massenschlägerei im KäfigKölner Event endet mit Eskalation nach Titelkampf

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Nach dem MMA-Titelkampf zwischen Champion Kerim Engizek (hier auf einem Archivbild) und Herausforderer Krzysztof Jotko kam es zur Eskalation in Köln.
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Was für eine irre Nacht in Köln! Ein mit Spannung erwartetes Rematch im MMA-Sport endet in einer handfesten Auseinandersetzung. Im Mittelpunkt des Geschehens: der Titelkampf zwischen Champion Kerim Engizek und Herausforderer Krzysztof Jotko, der nach dem Schlussgong völlig aus dem Ruder lief.
Der Kampf über fünf Runden war an sich schon ein Krimi. Zunächst dominierte der Pole Jotko den Düsseldorfer mit seinem Ringer-Stil, doch Engizek kämpfte sich stark zurück. Eine umstrittene Aktion führte jedoch zur Wende: Engizek kassierte einen Punktabzug wegen eines angeblichen Tiefschlags, was ihn am Ende den Sieg kostete. Jotko wurde somit als neuer Champion ausgerufen. Das berichtet „NTV Sport“.
Kämpfer klaut Gürtel und entfacht Tumult
Nach der Urteilsverkündung kochten die Emotionen hoch. Engizek beschwerte sich lautstark, der Treffer sei nicht tief gewesen und die Entscheidung habe ihn den Titel gekostet.
Die beiden Kontrahenten gerieten erneut aneinander, woraufhin sich der Käfig mit Betreuern und Offiziellen füllte und es zu einer Massenschlägerei kam. In einer bizarren Szene schnappte sich Engizek den Gürtel und wurde beim Verlassen der Halle von den Fans gefeiert.
Kölner Lokalmatador mit Gänsehaut-Comeback
Für einen echten Gänsehaut-Moment sorgte der Kölner Cihad Akipa. In seinem Heimspiel gegen den Ungarn Mate Kertesz sah alles nach einer klaren Niederlage aus. Kertesz dominierte am Boden, Akipa verlor durch ein Foul sogar einen Punkt und lag auf den Zetteln weit zurück. Vor der dritten Runde schien nur noch ein Knock-out helfen zu können.
Und genau den lieferte Akipa: Er setzte alles auf eine Karte, traf Kertesz mit harten Ellbogen- und Kniestößen und sorgte für das vorzeitige Ende des Duells. Ein Wahnsinns-Comeback vor heimischem Publikum, das die Halle zum Beben brachte.
Starke Auftritte der NRW-Kämpfer
Auch andere Kämpfer aus der Region zeigten starke Leistungen. Der Bottroper Marc Doussis bezwang den Österreicher Sascha Weinpolter im Schwergewicht durch Submission in der ersten Runde. Nach dem Kampf fielen sich die beiden aber sportlich in die Arme. Im zweiten Titelkampf des Abends im Federgewicht siegte Mago Machaev zwar durch K.o. gegen Gjoni Palokaj, verlor seinen Titel aber schon vor dem Kampf, da er das Gewichtslimit verfehlt hatte.
Die Düsseldorfer Talente Furkan Ugur, Iwan Tagner und Altin Zenuni konnten ihre Kämpfe ebenfalls für sich entscheiden. Ugur und Tagner gewannen jeweils durch Aufgabegriffe, während Zenuni sich nach einem harten Kampf über drei Runden den Sieg nach Punkten sicherte. (red)
