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„Wer kommt auf so eine Idee?“Deutscher sorgt mit Aktion für Wut im Urlaubsland

Blick auf den Hafen von Zadar in Kroatien (hier ein Archivbild, das ein Rennen zeigt): Ein deutscher Jetski-Influencer sorgte für einigen Wirbel mit einer gefährlichen Aktion im Hafen.

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Blick auf den Hafen von Zadar in Kroatien (hier ein Archivbild, das ein Rennen zeigt): Ein deutscher Jetski-Influencer sorgte für einigen Wirbel mit einer gefährlichen Aktion im Hafen.

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Ein 33-jähriger Deutscher auf einem Jetski riskiert alles für ein Video und löst damit eine Welle der Empörung aus.

In ganz Kroatien herrscht wegen seiner gefährlichen Aktion: Im Hafen von Zadar an der adriatischen Küste hat Kevin Neubeck (33), ein Jetski-Influencer aus Deutschland (106.000 Follower), für mächtig Ärger gesorgt.

Zusammen mit einer weiteren Person bretterte er mit seinem Wasserfahrzeug unter zwei ankernden Katamaranen der Jadrolinija-Reederei durch, hielt die Szene auf Video fest und lud das Ganze mit der dreisten Frage hoch: „Werde ich dafür verhaftet?“

In den sozialen Netzwerken ging der Clip sofort viral und alarmierte die zuständigen Behörden. Vom Deck eines anderen Katamarans, der „Danica“, wurde das riskante Manöver von der Crew ebenfalls gefilmt.

Viele wütende User schickten laut dem kroatischen Medium „RTL Danas“ die Aufnahmen direkt an die örtliche Hafenverwaltung und die Wasserpolizei.

„Ich würde es wieder tun“: Jetski-Raser bleibt stur

Und Influencer Neubeck? Zeigt wenig Reue. Kroatischen Journalisten gegenüber soll er sich total cool gegeben haben: „Der Grund für die Fahrt unter den Katamaranen war nichts anderes, als Spaß zu haben“, wird er zitiert. Und: „Ich würde es wieder tun, weil da nichts Gefährliches dran ist.“

Der Mann, der seinen Wohnsitz auf Zypern hat und für Oktober 2025 eine Weltumrundung per Jetski plant, prahlt auf seinen Social-Media-Profilen damit, bereits über zwölf Anzeigen wegen ähnlicher riskanter Aktionen bekommen zu haben.

Nachdem das Video viral ging, hat die Polizei in Zadar zusammen mit der Hafenverwaltung umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Alen Rukavina, der Hafenkapitän der Stadt an der dalmatinischen Küste, äußerte sich beim kroatischen Sender HRT unmissverständlich zu der Aktion. Entsetzt meinte er: „Wer kommt denn auf so eine Idee? Das ist kein Abenteuer“.

Er machte klar: „Wahnsinniges Fahren gefährdet nicht nur das Leben des Fahrers selbst, sondern vor allem die der Katamaran-Besatzung. Kein Trend rechtfertigt es, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.“

Gefahr durch Jetski-Rowdys: „Bußgelder sind ein Witz“

Besonders brisant ist der ganze Vorfall, weil erst vor wenigen Wochen ein furchtbarer Unfall mit einem Katamaran in der Meerenge Splitska vrata passierte, bei dem vier Personen starben.

Neubeck ist leider keine Ausnahme. Badegäste und einheimische Bootsfahrer sind empört und verängstigt, viele bezeugen, dass schon öfter Verrückte auf Jetskis direkt an ihren Köpfen vorbeigeflogen sind.

„Vor ein paar Jahren kamen sie so nah heran, dass wir schreien und sie verscheuchen mussten “, beklagt sich einer der Bürger gegenüber HRT. Das sei „pure Unverschämtheit“. Ein anderer hält die Aktionen für eine „Katastrophe“: „Ich denke, das ist ein gefährliches Spiel mit dem Leben – sowohl mit meinem eigenen als auch mit dem anderer.“

Selbst Piloten von Löschflugzeugen, die gegen Waldbrände im Einsatz sind, werden immer wieder von unverantwortlichen Jetski-Fahrern in Gefahr gebracht. „Sie wollen unbedingt ganz nah an die Flugzeuge heran, während wir Wasser holen, um im Hintergrund ein attraktives Kamerabild zu haben. Das bereitet uns große Probleme, weil wir in kritischen Momenten den Standort verlassen müssen und dadurch wertvolle Zeit verlieren“, erklärt der kanadische Pilot Bruno Cifrek Kolarić dem Medium.

Fachleute sind sich zudem über das wahre Problem einig: Die Strafen hätten keinerlei abschreckende Wirkung. Antonijo Zubčić, ein Segellehrer, macht eine simple Rechnung auf: Im Schnitt kostet verbotenes Rasen auf dem Wasser gerade mal 200 Euro. Sein Vergleich: „So viel kostet eine Flasche teurer Rotwein für diese Kundschaft in Restaurants auf den Kornati-Inseln.“ Sein Appell ist daher klar: „Ohne drastische Strafen werden wir keine Ordnung herstellen können.“ Viele fragen sich nun, ob nach dem Vorfall mit Neubeck endlich die Behörden reagieren. Oder ob es erst einen fatalen Unfall braucht, damit das passiert. (mg)

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