In der Lanxess-Arena findet das Final-Wochenende im DHB-Pokal statt. Für das Handball-Großevent in Köln gibt es eine spektakuläre Neuerung, die den Show-Faktor erhöhen soll.
Novum in Lanxess-ArenaFinal-Event in Köln setzt auf gläsernen Boden
Beim Final Four um den DHB-Pokal will die Handball-Bundesliga mit 32 LKW-Ladungen für zusätzliche Begeisterung sorgen. Bei den Entscheidungsspielen am Wochenende soll eine mobile Spielfläche aus Glas für ein interaktives Hallenerlebnis in der Kölner Lanxess-Arena erschaffen.
„Der Glasboden ist im Prinzip ein großer LED-Fernseher mit 3D-Fähigkeiten, den wir nutzen, um interaktiv zu kommunizieren und zu inszenieren“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Rande eines SID-Talks: „Ich glaube, wir werden hier einige Aha-Effekte erleben, ein mobiler Glasboden ist neu.“
Großer Logistik-Aufwand für Boden-Premiere in Köln
Schon aus anderen Sportarten wie Basketball und Volleyball sind Glasböden in Deutschland, aber vor allem aus den USA bekannt, dort allerdings als fest verbautes Element.
„Wir haben hier einen Glasboden, der tatsächlich erst am Donnerstag installiert wird, und dann am Sonntagabend auch schon wieder abgebaut wird. Das ist ein großer, großer logistischer Aufwand“, erklärte Bohmann.
Angesichts der derzeit stattfindenden Eishockey-Playoffs in der Kölner Arena, wo die Kölner Haie noch am Mittwochabend (19.30 Uhr) im vierten Halbfinalspiel auf die Eisbären Berlin treffen, sei ein „großer, großer Koordinationsaufwand“ nötig gewesen.
Für den selbsternannten „Super Bowl des Handballs“, sagte Bohmann, „brauchen wir so etwas. Da brauchen wir Innovationen, da brauchen wir auch neue Impulse, um Begeisterung für den Handball auszulösen. Ein Purist würde sagen, ,Mensch, spiel doch bitte wieder auf Vinyl oder auf dem alten Parkett.‘ Aber wir wollen auch neue Fans für den Handball gewinnen.“
Der Boden soll vor allem zwischen den Spielen und bei Show-Acts eingesetzt werden. „Während des Spiels ist er ein ganz normaler Handballboden und projiziert auch nur das auf das Handballfeld, was sein darf: ein paar Werbeflächen und vor allem das Handballspielfeld“, sagte Bohmann: „Wir hoffen sehr, dass es das am Ende auch wert ist.“ (sid)
