Der harte Kampf zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien hat Folgen: Für Lean Bergmann ist die Saison gelaufen. Fans der Eisbären sind daher sauer auf Haie-Stürmer Juhani Tyrväinen.
„Nicht den Falschen getroffen“Sperre gefordert: Eisbären-Fans toben wegen Haie-Profi

Ein Duell unter Freunden ist das Halbfinale zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin definitiv nicht! In den bisherigen drei Playoff-Partien ging es auf dem Eis schon heftig zur Sache, hinzu kam der feige Angriff Berliner Chaoten auf einen Fan-Bus der Haie am Sonntag (12. April 2026).
Am Dienstag bekam die Playoff-Paarung weitere Würze: Berlins Stürmer Lean Bergmann (27) wird für einige Monate und damit die entscheidende Phase im Kampf um die Meisterschaft in der DEL ausfallen. Die schwere Beinverletzung, die ihn im Saisonfinale ausbremst, zog er sich nach einem Foul von Gegenspieler Juhani Tyrväinen (zu sehen im Video oben) zu.
Berlin-Fans nach Bergmann-Ausfall sauer auf Tyrväinen
„Lean Bergmann hat sich im dritten Spiel der laufenden Halbfinalserie verletzt und wird für mehrere Monate ausfallen. Gute Besserung und eine möglichst schnelle Genesung“, schrieb der amtierende Deutsche Meister auf seinen Kanälen bei Social Media.
In den Kommentaren liefen viele Fans Sturm gegen Tyrväinen, der Bergmann mit einem Kniecheck erwischt hatte. In einigen Beiträgen wurde auch eine nachträgliche Sperre gefordert, nachdem der Finne auf dem Eis mit zwei Minuten davongekommen war.
Auf den Rängen der Uber Arena war die Entscheidung der Schiedsrichter am Sonntag mit einem Pfeifkonzert bedacht worden, nachdem es auch nach Video-Check bei den zwei Minuten geblieben war. „Ich hoffe, die DEL legt hier nochmal nach“, hieß es nun in einem Kommentar bei Facebook. Ähnlich äußerten sich weitere Fans in den sozialen Netzwerken.
Was den Eisbären-Anhang besonders aufregte: Berlins Rüpel Yannick Veilleux (33) hatte im Spiel zuvor nach einem Crosscheck ausgerechnet gegen Tyrväinen eine Sperre für zwei Partien kassiert. Im Vergleich fehlte vielen jetzt die Verhältnismäßigkeit.
„Dann muss sich Veilleux den Tyrväinen nochmal greifen!“, hieß es in einem Kommentar. Ein anderer User schrieb: „Dann wissen wir ja schon, wer Mittwoch ganz besonders liebevoll bearbeitet wird auf dem Eis.“ Und in einem weiteren Beitrag hieß es: „Ich will ja nicht sagen, dass Veilleux’ Aktion korrekt war. Ich sage nur, dass es auf jeden Fall nicht den Falschen getroffen hat.“
Der ehemalige Eishockey-Schiedsrichter Guido Borhegyi teilte unter dem Berliner Facebook-Post allerdings auch seine gegensätzliche Meinung und schrieb entlastend für den gescholtenen 35-Jährigen: „Tyrväinen setzt zum Check an und Bergmann fährt das linke Bein raus. Bergmann sucht doch regelrecht den Kontakt. Wenn überhaupt, waren die 2 Min. völlig ausreichend!“
