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Plötzlich auf der VideowandTV-Star während WM-Duell gefeiert

Der mexikanische Schauspieler Cristo Fernández.

Copyright: Etienne Laurent/AP/dpa

Der mexikanische Schauspieler Cristo Fernández. Beim WM-Sechzehntelfinale zwischen Kanada und Südafrika wurde er im Stadion gefeiert.

Wenn aus Fiktion Realität wird: Cristo Fernández spielt in einer erfolgreichen TV-Serie einen Fußballprofi - und ist seit kurzem selbst einer. Bei der WM feiern ihn die Zuschauer.

Für den größten Jubel im ersten Sechzehntelfinale der WM-Geschichte sorgte bis zum Siegtreffer in der Nachspielzeit ein Schauspieler!

Cristo Fernández, der vor allem in den USA seit dem großen Erfolg der Serie „Ted Lasso“ ein Star und für seine Rolle als Dani Rojas bekannt ist, schaute sich das 1:0 Kanadas gegen Südafrika live im Los-Angeles-Stadion an.

35-jähriger unterschrieb Vertrag bei Zweitligisten

Als er in der ersten Halbzeit plötzlich auf der gigantischen Videowand in dem hochmodernen Stadion gezeigt wurde, war der Jubel groß. Vor dem Spiel hatte er sogar einen offiziellen Moment, als er dem Schiedsrichtergespann die Münze für den Münzwurf reichte.

Fachfremd ist Fernández keineswegs: Der Schauspieler ist wirklich Fußballprofi. Der 35-Jährige unterschrieb im Mai bei El Paso Locomotive, einem Team aus der zweitklassigen USL Championship in Nordamerika, einen Vertrag.

Diesen hat er sich nicht nur wegen seiner Berühmtheit verdient, sondern auch durch gute Leistungen in einem zweimonatigen Probetraining.

Fernández' Karriere ist ebenso ungewöhnlich wie bemerkenswert. Der in Mexiko geborene Schauspieler spielte bereits in seiner Jugend professionell Fußball, bevor er sich ganz dem Schauspiel widmete.

Mit „Ted Lasso“ gelang ihm dann der große Durchbruch auf der Leinwand – und paradoxerweise führte dieser Erfolg ihn zurück zu seiner eigentlichen Leidenschaft. Der Vertrag bei El Paso Locomotive ist nicht einfach ein PR-Gag, sondern die Fortsetzung einer Geschichte sportlicher Ambition.

Dass der Kalifornier jetzt ausgerechnet bei einer Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika als Schauspieler gefeiert wurde, schließt den Kreis einer bemerkenswerten Karriere. (red/dpa)

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