WM-Debakel für Österreich gerade noch abgewendet! Durch einen ganz späten Treffer gegen Algerien hat Ralf Rangnick mit seiner Mannschaft den Sprung ins Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft geschafft.
Österreich-DramaRangnick-Team verhindert WM-Aus in letzter Sekunde

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In letzter Minute jubelt Österreich noch über das Weiterkommen bei der WM 2026.
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Spektakel statt Langweiler: Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. In einer am Ende aber unerwartet dramatischen Partie in Kansas City trennten sich beide Teams 3:3 (1:1) und zogen damit in die K.o.-Runde ein.
Dort bekommt es Österreich nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen.
Brisante Ausgangslage – und ein wildes Finale
Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.
„Das habe ich so noch nie erlebt und die meisten anderen wahrscheinlich auch nicht“, sagte Trainer Ralf Rangnick nach dem Spiel: „Ich konnte eigentlich gar nicht glauben, was da passiert.“
Vor dem letzten Vorrundenspiel dieser WM war viel über die Ausgangslage spekuliert worden. Da nach dem Sieg der Demokratischen Republik Kongo in der Partie zuvor beiden Teams ein Remis zum Weiterkommen reichte, hatte es viele Diskussionen gegeben, ob es eventuell Absprachen zwischen beiden Mannschaften geben könnte.
Österreichs Trainer Ralf Rangnick hatte das vor der Partie vehement zurückgewiesen. „Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen.“
Vor allem in Algerien war viel von der „Schande von Gijón“ die Rede. Bei der WM 1982 hatten sich Deutschland und Österreich nach der frühen deutschen Führung quasi auf eine Verwaltung des Ergebnisses geeinigt. Leidtragende waren damals die Algerier, die durch das deutsche 1:0 ausschieden.
44 Jahre später konnte von einer „Schande von Kansas“ nicht die Rede sein. In den letzten Minuten wirkte es nur kurz wie ein Nichtangriffspakt, doch ganz kurz vor dem Ende traf Algerien nach gelangweiltem Ballgeschiebe plötzlich doch zum 3:2 und schob Österreich an den Abgrund. Mit dem Mute der Verzweiflung rannte die Alpenrepublik ein letztes Mal an und schaffte tatsächlich noch das 3:3. (dpa)
