Kanada hat das Ticket für das Achtelfinale der WM 2026 gebucht. Gegen Südafrika reichte ein Treffer in der Nachspielzeit für das Weiterkommen.
Erlösung in der NachspielzeitKanada krönt Davies-Comeback bei WM-Langweiler

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Alphonso Davies stand im Sechzehntelfinale gegen Südafrika zum ersten Mal bei der WM 2026 für Kanada auf dem Platz.
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Erleichterung pur bei vielen Fußball-Fans: Beim ersten Sechzehntelfinale der WM 2026 blieb dem Publikum eine Verlängerung zwischen Kanada und Südafrika (1:0) erspart. Der Co-Gastgeber schaffte durch einen Treffer in der Nachspielzeit den Einzug ins Achtelfinale.
Im über weite Strecken nur schwer erträglichen WM-Langweiler sorgte Stephen Eustaquio in der zweiten Minute der Nachspielzeit für das entscheidende 1:0. Er krönte damit das Comeback von Kanada-Superstar Alphonso Davies, der nach überstandener Verletzung sein Debüt bei der Weltmeisterschaft feierte.
Davies belebt Kanada-Spiel in der Schlussviertelstunde
Bayern-Profi Davies kam in der 75. Minute ins Spiel und feierte sein umjubeltes Comeback. Für „Bafana Bafana“ ist die Endrunde trotz des Ausscheidens ein Erfolg, der WM-Gastgeber von 2010 hatte sich bei seiner vierten Teilnahme ebenfalls erstmals für die K.o.-Runde qualifiziert.
Am Sonntag fehlten den Südafrikanern die spielerischen Mittel, um Kanada ernsthaft gefährlich zu werden. Die Nordamerikaner treffen nun auf den Sieger des Spiels zwischen den Niederlanden und Marokko.
Zur Mittagszeit in Los Angeles entwickelte sich zunächst eine zähe Partie, die Kanadier pressten hoch und zwangen die Südafrikaner zu vielen langen Bällen.
Erst ab Mitte der ersten Hälfte übernahm der Favorit zunehmend das Kommando und kam zu Chancen. Erst schoss Jonathan David nach einer Ecke freistehend vorbei (17.), dann köpfte Derek Cornelius nach einer Freistoßflanke aus bester Position in die Arme von Südafrikas Keeper Ronwen Williams (22.).
Die Südafrikaner ließen den Ball viel in den eigenen Reihen laufen, auf den Tribünen machte sich angesichts des langsamen Tempos der Partie Unmut breit.
Es blieb bis zur Pause ein Spiel auf ganz schwachem Niveau – auch wenn Kanada der Führung ganz nah war: Einen Kopfball von Moise Bombito nach einer Ecke klärte Südafrikas Aubrey Modiba auf der Linie, den Nachschuss von Tajon Buchanan parierte Williams stark (44.).
Die Kanadier forderten wenig später Elfmeter (45.), als Richie Laryea im Strafraum zu Boden ging – Schiedsrichter Joao Pinheiro ließ zu Recht weiterlaufen.
Nach dem Seitenwechsel ergab sich das gleiche Bild. Kanada war engagiert, aber ungefährlich. Südafrika baute äußerst behäbig auf. Dann ergab sich für Kanada erneut die große Chance zur Führung: Der steil geschickte Tani Oluwaseyi scheiterte an Williams, David verpasste den Abpraller knapp (65.). Für die Entscheidung sorgte Eustaquio, der für den Los Angeles FC spielt. (sid)
