WM gucken: Hier gibt's die größten Fan-Feten in NRW.
WM-Absage für KölnStadt plant kein Public Viewing, die größten Partys im Ruhrgebiet

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Zuschauer jubeln bei einem Tor der deutschen Mannschaft bei der WM 2014 vor dem Rathaus in Recklinghausen. (Archivbild)
Tor oder nicht Tor? Viele Fußball-Verrückte möchten die WM-Partien zusammen mit Kumpels oder anderen Fans erleben. Aber im Gegensatz zur Europameisterschaft vor zwei Jahren hierzulande wird es dieses Mal nur wenige große Fan-Zonen geben. In zahlreichen Orten sind es die Wirte, die für ihre Kundschaft das gemeinsame Schauen organisieren. Wer jedoch mit Tausenden von Leuten echtes Stadion-Feeling sucht, der muss ins Ruhrgebiet.
Da die Weltmeisterschaft in Nordamerika stattfindet, müssen wir uns auf späte Anstoßzeiten einstellen. Das deutsche Team legt am Sonntagabend (19.00 Uhr MESZ) in Houston gegen Curaçao los. Die darauffolgenden Gruppenduelle mit der Elfenbeinküste am 20. Juni sowie Ecuador am 25. Juni beginnen jeweils erst um 22 Uhr hiesiger Zeit. Einige andere Vorrunden-Begegnungen starten sogar erst nach Mitternacht. Das große Finale der WM findet dann am 19. Juli um 21.00 Uhr statt.
Hier gibt's die fettesten WM-Feten in NRW
In Herten auf der Zeche Ewald wartet die „Arena auf Ewald“ auf euch, die mit Kapazität für bis zu 10.000 Menschen als das gewaltigste Public Viewing in NRW gilt. Übertragen werden alle Gruppenspiele mit Anpfiff bis 22 Uhr. Wenn nicht gerade Deutschland spielt, ist der Zugang kostenlos. Für die Auftritte der Nationalmannschaft wird ein Sicherheitsbeitrag von 2 Euro fällig. Für eine Fahrt mit dem Riesenrad vor Ort ist ein separates Ticket erforderlich.
Die „Kia Arena“ am Rathausplatz in Recklinghausen wird ebenfalls als eine der riesigsten Fanmeilen des Landes gehandelt. Wenn die deutsche Elf spielt, macht der benachbarte Wallring dicht, sodass dort bis zu 8.000 Anhänger Platz finden. Es laufen alle Wettbewerbsspiele, die spätestens um 22 Uhr beginnen.

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Zuschauer verfolgen auf der Fanmeile vor dem Rathaus in Recklinghausen 2014 ein WM-Fußballspiel. (Achivbild)
Hier gilt das Gleiche: Für die Partien der deutschen Mannschaft wird aufgrund des Mehraufwands ein Sicherheitsbeitrag von 2 Euro verlangt, ansonsten ist das gemeinsame Schauen umsonst. Die Tore öffnen zwei Stunden vor Spielbeginn, wenn die Nationalelf antritt. An den anderen Tagen wird die Arena vor der beeindruckenden Rathaus-Fassade laut den Organisatoren zum „größten Biergarten der Region“.
Dortmund und weitere Städte machen mit
Bis zu 3.000 Anhänger können beim „Stadt Dortmund Fanfest im Hafengarten“ unter freiem Himmel gemeinsam feiern. Der Zugang ist kostenlos. Gezeigt werden hier WM-Partien, deren Anstoß bis 23 Uhr erfolgt.

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Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft marschieren bei der EM 2024 in Richtung Stadion sowie zum Public Viewing im Dortmunder Westfalenpark. (Archivbild)
Eine dpa-Erhebung bei den zehn größten NRW-Metropolen hat gezeigt, dass auch an anderen Orten größere Events geplant sind. In Essen sind beispielsweise drei Rudelguck-Veranstaltungen mit jeweils 1.000 erwarteten Fans angemeldet. Die größte Veranstaltung in Wuppertal fasst 1.200 Personen. Sowohl in Bielefeld als auch in Münster planen hauptsächlich Gaststätten mit Außenflächen, die Fußballpartien zu übertragen.
Köln macht nicht mit – hier ist der Grund
Und was ist mit Köln? Die Domstadt organisiert kein „eigenes“ Public Viewing. Ein Stadtsprecher erklärte, „dass sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sich das Interesse des Publikums für Public Viewings in Grenzen hält, wenn das Turnier nicht in Deutschland stattfindet“. In Düsseldorf greifen die Kneipenwirte ebenfalls auf ihre schon genehmigten Außenbereiche zurück. Gesuche, die Sperrstunde für Übertragungen nach Mitternacht zu lockern, wurden dort nicht eingereicht.
Zusätzlich hat die Stadt Köln deutliche Vorgaben für Fernsehübertragungen in Gaststätten erlassen: Die Anwohner sollen nicht gestört werden. Extrem laute Instrumente wie Vuvuzelas, Trommeln oder Pfeifen sind draußen tabu. Die Wirte haben die Pflicht, dies durchzusetzen.

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Fans verfolgen vor einer Gaststätte ein Fußballspiel. (Illustration)
Krasser Fakt: Die meisten gucken lieber daheim
Die späten Anstoßzeiten schrecken anscheinend viele ab. Die Gema erwartet deutlich weniger Anmeldungen von Kneipen als bei der Europameisterschaft 2024. „Grund ist, dass die EM im Jahr 2024 bei uns in Deutschland war und die Spielzeiten in diesem Jahr nicht so günstig liegen wie vor zwei Jahren“, erklärt eine Sprecherin.
Und jetzt kommt der Hammer: Eine Umfrage der NIQ-Marktforscher ergab, dass lediglich neun Prozent der Haushalte planen, zu Public-Viewing-Events zu gehen. Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer möchte die Fußballpartien lieber in den eigenen vier Wänden verfolgen, entweder solo oder mit Freunden. Über ein Drittel plant sogar, sich während der Spiele Essen von Lieferdiensten liefern zu lassen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
