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„One Love“ im Kopf, Japan vor der Brust Hansi Flick: „Die Mannschaft ist geschockt“

Hansi Flick auf einer Pressekonferenz.

Hansi Flick am Dienstag (22. November 2022) bei der Pressekonferenz vor dem WM-Auftakt gegen Japan.

Deutschland steht kurz vor dem WM-Start gegen Japan. Hansi Flick und Joshua Kimmich äußerten sich auf der Pressekonferenz zum Gegner und zum Verbot der „One Love“-Binde.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht kurz vor ihrem WM-Auftakt. Am Mittwoch (23. November 2022, 14 Uhr/ARD und MagentaTV) geht es für die DFB-Elf mit der Partie gegen Japan los.

Und trotzdem stand auf der Pressekonferenz am Dienstag mit Hansi Flick (57) und Joshua Kimmich (27) natürlich ein Thema im Fokus: das Verbot der „One Love“-Binde.

Hansi Flick: „Wussten nicht, um welche Strafen es sich handelt“

„Die FIFA hat mit Strafen gedroht und wir wussten nicht, um welche Strafen es sich handelt. Das bringt jetzt nichts, wenn ich noch etwas machen würde. Die Mannschaft ist auch sehr unzufrieden und geschockt, dass sie es nicht machen können“, sagte Flick.

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Eine Strafe, über die spekuliert wurde, ist die Verwarnung mit einer Gelben Karte. Aber selbst das wäre für Flick und seine Mannschaft in Ordnung gewesen: „Gelbe Karten wären vollkommen ok gewesen. Im nächsten Spiel wäre Jo Kimmich Kapitän gewesen, danach Thomas Müller.“

Mittelfeldboss Kimmich sagte zur Binde: „Ich war schon verwundert, weil vor ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass die Binde etwas madig geredet wurde. Jetzt ist es wohl doch ein starkes Zeichen für alle da draußen.“

Joshua Kimmich: „Als die WM vor zwölf Jahren hierher verlegt wurde, war ich 15“

Allerdings merkte er auch an, dass er und seine Mannschaftskollegen bei der WM wären, um Fußball zu spielen: „Wir Spieler haben die Missstände in den letzten Wochen und Monaten immer wieder angesprochen. Wir sind recht reflektiert und trotzdem sollten wir den Fokus aufs sportliche richten, morgen ist unser erstes Spiel. Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Als die WM vor zwölf Jahren hierher verlegt wurde, war ich 15 und jetzt soll ich mich immer wieder dazu äußern.“

Und danach ging es auch noch um das Sportliche. Flick und Kimmich sind gewarnt vor den Japanern, die insgesamt acht Profis aus der Bundesliga in ihrem Kader haben.

Der Bundestrainer zeigte sich sogar als Fan der japanischen Mannschaft: „Ich muss mich als Fan von der japanischen Mannschaft outen. Sie machen es sehr gut. Kamada spielt bei Frankfurt eine herausragende Saison, Endo von Stuttgart ist einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga.“

Und auch Kimmich lobte den deutschen Auftakt-Gegner in den höchsten Tönen: „Sie sind sehr schnell und wendig, spielstark, haben eine gute Technik. Aber wir sind auf der Hut.“


Den Liveticker zur Pressekonferenz mit Hansi Flick und Joshua Kimmich können Sie hier noch einmal nachlesen:

Kimmich über Japan-Profi Kamada: Er ist ein sehr spielintelligenter Spieler, spielfreudig, gut am Ball. In der Bundesliga hat er einige Tore gemacht. Generell haben die Japaner viele Spieler aus der Bundesliga und kennen einige. Sie sind sehr schnell und wendig, spielstark, haben eine gute Technik. Aber wir sind auf der Hut.

Kimmich über seine Position: Ich bin ähnlich fokussiert wie die letzten Turniere. Jetzt spiele ich wohl auf der Position, die ich in den letzten Jahren gespielt habe. Ich freue mich, dass ich ein Turnier im zentralen Mittelfeld spielen kann. Verantwortung hat am Ende des Tages jeder in unserer Mannschaft.

Kimmich über Müller: So wie ich den Thomas beobachtet habe, hat er sich sehr gut vorbereitet. Wir alle wissen, was er für eine Qualität hat. Dass Leroy ausfällt, ist extrem bitter. Er war in einer richtig guten Form.

Kimmich: Wie die Strafe gewesen wäre, weiß ich nicht. Natürlich wurde es bei uns in der Mannschaft diskutiert. Für uns Spieler ist es wichtig, die Chance zu nutzen, auf Probleme hinzuweisen. Wir müssen aber auch immer den Spagat schaffen, uns auf das Sportliche zu fokussieren. Es ist eine WM, das größte Turnier, was es gibt. Es ist ein Kindheitstraum, hier zu spielen, aber irgendwie wird einem immer ein bisschen so eingeredet, dass man sich nicht drauf freuen darf. Wir alle brennen und wollen ein gutes Turnier spielen und können nichts dafür, wo die WM stattfindet.

Kimmich: Die Motivation nach viereinhalb Jahren ist riesig. Wir wissen alle, dass es 2017 nix war. Wir wollen morgen mit einem guten Spiel starten, das ist extrem wichtig. Der Fokus ist sehr auf morgen gerichtet und ich bin überzeugt, dass wir gewinnen werden.

Kimmich über die „One Love“-Binde: Am Ende ist es eine Entscheidung von den Verbänden. Auch die Engländer und alle anderen haben es mitgetragen. Ich war schon verwundert, weil vor ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass die Binde etwas madig geredet wurde. Jetzt ist es wohl doch ein starkes Zeichen für alle da draußen. Wir Spieler haben die Missstände in den letzten Wochen und Monaten immer wieder angesprochen. Wir sind recht reflektiert und trotzdem sollten wir den Fokus aufs sportliche richten, morgen ist unser erstes Spiel. Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Dass die WM hierher verlegt wurde, war ich 15 und jetzt soll ich mich immer wieder dazu äußern. Am Ende des Tages seid ihr diejenigen, die berichten müssen. Wir bekommen durch unsere Bubble gar nicht so viel mit. Ihr habt die Möglichkeit, euch anzuschauen, wie das Leben hier wirklich ist.

16.35 Uhr: Hansi Flick ist fertig und verlässt den Raum. Joshua Kimmich wird in wenigen Momenten eintreffen.

Flick über Kimmich: Die Generation 2014 um Schweinsteiger, Podolski und Lahm war genauso. Man kann die Turniere aber nicht vergleichen. Diese Generation jetzt zeichnet aus, dass sie sehr fokussiert ist. Die Spieler versuchen immer besser zu werden, das sehen wir als Trainerteam sehr gerne. Trotzdem wissen wir auch um die Konkurrenz bei dem Turnier. Beim Spiel Saudi-Arabien haben wir gesehen, dass alles möglich ist.

Flick über den Bundesliga-Anteil bei den Japanern: Ich muss mich als Fan von der japanischen Mannschaft outen. Sie machen es sehr gut. Kamada spielt bei Frankfurt eine herausragende Saison, Endo von Stuttgart ist einer der besten Mittelfeldspieler der Bundesliga. Wir bereiten uns gut vor und freuen uns auf die Partie.

Flick über Schlagzeilen: Ich habe es nicht gelesen, ich fokussiere mich auf den Fußball. Dafür bin ich hier. Auch Jogi Löw hat zu mir gesagt, schau, dass du möglichst keine Infos bekommst, halt dich fern davon. Wir haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mich auf diese Dinge hinweisen.

Flick über Thomas Müller: Er ist morgen auf jeden Fall eine Option. Im Training hat er seine Sache sehr gut gemacht, mit ihm haben wir eine Option mehr.

Flick: Die Nationalmannschaft steht genau für das, was die Binde für ein Signal senden sollte. Nämlich Vielfalt. Das sind unsere Werte und dafür stehen wir. 

Flick über die Erwartungen in Deutschland: Alle großen Fußball-Nationen haben das Ziel, Weltmeister zu werden. Deshalb sind wir auch hier. Wir gehen da ganz positiv mit dem Druck um. In jedem Spiel müssen wir an unsere absolute Leistungsgrenze gehen.

Flick nochmals über die Binde: Gelbe Karten wären vollkommen ok gewesen. Im nächsten Spiel wäre Jo Kimmich Kapitän gewesen, danach Thomas Müller. Kurz vor den Spielen von England und den Niederlanden wurde diese Entscheidung getroffen, deshalb konnte sie nicht mehr reagieren. Ich finde es schade, dass man sich nicht für Menschenrechte aussprechen kann.

Flick über den Sane-Ausfall und das Personal: Im Tor wird Manuel Neuer spielen, Jo Kimmich ist hier, deswegen wird er denke ich mal in der Startelf stehen. Leroy fehlt uns, er ist ein Unterschiedsspieler, er kann Spiele alleine entscheiden. Es ist sehr schade, aber Hoffnung besteht, dass er am Sonntag spielen kann. Dafür arbeiten wir und das medizinische Team.

Flick über die „One Love“-Binde: Dazu gibt es zu sagen, dass die Mannschaft gemeinsam mit dem DFB und anderen Nationen ein Zeichen setzen wollte. Die FIFA hat mit Strafen gedroht und wir wussten nicht, um welche Strafen es sich handelt. Das bringt jetzt nichts, wenn ich noch etwas machen würde. Die Mannschaft ist auch sehr unzufrieden und geschockt, dass sie es nicht machen können.

Flick über die deutsche Gruppe: Es ist unser Ziel, die Gruppe zu überstehen. Wir haben gut trainiert, hatten ein gutes Abschlusstraining. Das sind gute Voraussetzungen, wissen aber, dass unsere Gruppe stark ist.

16.18 Uhr: Hansi Flick ist da, es geht los.

16.10 Uhr: Die Pressekonferenz mit Hansi Flick und Joshua Kimmich beginnt in wenigen Minuten.

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